Fachkräftemangel im Handwerk? So gewinnst du gute Mitarbeiter | Interview Kathrin Post-Isenberg
Shownotes
===================
► Hier könnt ihr euch für den Real-Talk Podcast der Handwerks-Schmiede bewerben: https://go.handwerks-schmiede.de/podcast-anmeldung
===================
► Trag dich jetzt auf www.handwerks-schmiede.de für dein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch ein.
===================
► Hol dir kostenfrei mein neues Buch „Selbst aber nicht mehr ständig“: https://selbststaendigkeit-im-handwerk.de/
===================
Schau dir meine Doku an: ► Der Handwerks-CEO: https://youtu.be/RXxCk_0Ud6Q
===================
Erfahre hier mehr über die Handwerks-Schmiede: www.handwerks-schmiede.de
Handwerks-Schmiede | Liborio Manciavillano
► Facebook: / handwerks.schmiede ► Instagram: / handwerks.schmiede ► LinkedIn: / liborio-manciavillano
===================
Anfragen können per Mail an info@handwerks-schmiede.de gestellt werden.
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich mache gerne jetzt Sachen für meine Mitarbeiter, die ich früher gerne gehabt hätte.
00:00:04: Weil ihr fünf Jungs hier ständig am Größt steht und den Weibern hinterherpfeift und ich das nicht möchte dürft ihr bitte gehen.
00:00:10: genauso weil ihr mit unseren Azubis nicht gut umgeht oder weil ihr jeden Tag zehn Minuten zu spät kommt obwohl mir Pünktlichkeit wichtig ist.
00:00:18: Als wir dann größer wurden habe ich einfach gemerkt Ich schwere mir das Feld, wenn ich nicht mehr jeden Tag da bin mit denen unterwegs.
00:00:25: Die vernünftig irgendwie zu leiten...
00:00:28: Und dass was ganz viele falsch verstehen ist, dass man nur eine Art zu führen hat?
00:00:34: Für mich, im Jahr zwei Tausend neunzehn als ich mein Leben komplett verändert habe in Sachen Unternehmersein und nicht mehr der typische Handwerker, hab' ich erst mal gar nicht gewusst, was eine Stellenbeschreibung ist.
00:00:45: Woran erkennst du ob der Chefin Führungsproblem hat oder nicht?
00:00:49: Willkommen beim Handwerkschmiedepodcast.
00:00:53: So, liebe Leute, herzlich willkommen zum Handwerk-Schmiede Real Talk Podcast heute!
00:00:57: Heute eine wunderschöne Dame hier, die ich ja auf mehreren Events kennengelernt habe und natürlich auch über Instagram ein bisschen Influenz hat wurde von dir, denn du bist ja im Handwerk sehr aktiv.
00:01:10: Herzlich willkommen, freue mich dass du da bist, liebe Katrin.
00:01:13: Stell dich einmal kurz vor wer du bist um was du so machst.
00:01:15: Ja danke Liebo, ich freue mich auch das ich hier sein darf.
00:01:18: Ich bin Katrin Post-Eisenberg, genau.
00:01:20: Ich steibe jetzt Meisterin Bildhauerin und hatte einen eigenen Betrieb neun Jahre.
00:01:23: Und ich bin jetzt auf der anderen Seite – was heißt schon seit dem Jahr zwei Tausend Siebzen – für das Handwerk tätig und begleite über Workshop-Speakings in Sachen wie baue ich meine Arbeitgebermarke.
00:01:34: so oft dass Menschen von alleine kommen ohne dass sich eine Stellenanzeige schreiben muss weil ich einfach so ein geiler Betrieb bin.
00:01:40: Mega, gutes Thema.
00:01:41: Bearbeiten wir auch mit unserem Partnerbetrieb und wir sagen Branding ist immer sehr wichtig damit die Mitarbeiter darauf einzunehmen.
00:01:48: Wir werden heute über Fachkräftemangel sprechen ob es ihn wirklich gibt.
00:01:53: Und wenn es ihnen gibt wie kriegen wir trotzdem die guten Mitarbeiter?
00:01:58: Und oft geht das ja auch darum dass Betriebe oft auch ein Führungsproblem haben gute Mitarbeiter irgendwo arbeiten oder Chef dieses Führung Problem hat.
00:02:07: Die Frage ist doch einfach Wie kriegen wir diese Mitarbeiter an uns gezogen.
00:02:14: Hast du schon was dazu zu sagen?
00:02:15: Habe
00:02:15: ich, ja genau!
00:02:17: Also das Ding ist... Ich muss ja eigentlich direkt reingrehen schon, dass Du eben gesagt hast es hat ja nichts mit Branding zu tun der Arbeitgebermarke sondern es hat etwas damit zu tun sich dessen bewusst zu sein was Du für ein Arbeitgebe eigentlich sein willst.
00:02:30: und wenn ich in meinen Workshops bin und die Leute frage sag mir doch mal deine fünf wichtigsten Werte weswegen Du morgens aufstehst Und dann kommt immer Qualität, Sicherheit.
00:02:43: So und dann sage ich okay aber noch die zwei weswegen du wirklich aufstehst und dann fangen sie an zu grübeln.
00:02:48: also wenn jemand schon fünf Werte direkt raushauen kann da bin ich immer schon überrascht weil die meisten haben sich davor nie Gedanken drüber gemacht und wahrscheinlich würden Sie morgen andere Werte nennen?
00:02:59: wirklich wert legst und nur deswegen auch ausstehst, dann wird es schwer.
00:03:03: Und genau darum geht es eben Leute zu finden die eine Überschneidung haben mit deinen Werten damit ihr in die gleiche Richtung lauft.
00:03:10: denn wenn der eine sagt okay Flexibilität ist für mich super wichtig du sagst aber Verlässlichkeit All das, was ich brauche um beim Kunden einen Service abzuliefern der auf Punktumtermin ist und all solche Dinge dann passt es vielleicht an dieser Stelle schon gar nicht zusammen.
00:03:26: Aber ihr zwei habt ein Rekrutierungsweg hingelegt und beide Zeit investiert und nachher passt sie doch nicht zusammen.
00:03:31: deswegen sich vorher einmal bewusst zu sein als Unternehmer-Unternehmerin Was sind die Werte, die ich eigentlich haben will?
00:03:37: Genau.
00:03:38: Jetzt hast du den ersten drei Minuten schon hier so viel Input gegeben, ich weiß gar nicht mehr, was ich fragen soll.
00:03:42: Deswegen gehen wir mal auf dich persönlich erst einmal ein und komm dann doch mal auf die Mitarbeitergeschichte!
00:03:48: Du bist ja Steinmetz-Handwerksmeisterin.
00:03:52: Richtig.
00:03:52: Hattest auch einen eigenen Betrieb?
00:03:54: Hast ihn aber jetzt nicht mehr.
00:03:57: Wie bist du damals überhaupt in die Selbstständigkeit gekommen zu sagen Ja, ich gehe jetzt ins Steinmetze also ist er schon sehr besonders Beruf?
00:04:06: Ja, also der Beruf hat mich gefunden.
00:04:08: Ich wollte eigentlich in eine Architektur studieren und mich dann auf Hotels und Gastronomien spezialisieren.
00:04:13: Dann war aber damals mein Abi nicht ganz so gut und der NC für das Studium aber sehr hoch.
00:04:19: Also habe ich das erste Wartesemester angefangen und hab gekellnert und mich so über Wasser gehalten.
00:04:23: und dann kam irgendwann ein Gast beim Kellnern auf mich zu und gesagt bin Steinmetz mach mal einen Praktikum bei mir sagst du.
00:04:29: Wie so!
00:04:30: Ja, da hinten dein Stammgast, den du jeden Freitag dabei sitzen hast.
00:04:34: Der hat gesagt ... Du bist irgendwie ... Die sollt ich mal meine Karte zustecken?
00:04:39: Und so war's!
00:04:40: Ich hab das Praktikum gemacht ohne zu wissen was ein Steinmetz macht.
00:04:42: Ich habe mich einfach darauf eingelassen und bin zwei Wochen später dann mit einem Ausbildungsvertrag raus für das Jahr danach.
00:04:49: Dann ging es eigentlich auch ziemlich schnell weiter Richtung Selbstständigkeit weil ich hab dann mit abgeschlossener Ausbildung direkt in die Teilzeitmeisterschule gegangen und war dann sehr schnell als Frau überqualifiziert.
00:05:02: Und jetzt hast du dich selbstständig gemacht?
00:05:04: Wie war das bei dir mit Mitarbeitern, was noch allein unterwegs?
00:05:08: Wie hast du damals einen Mitarbeiter gefunden oder wolltest du gar keine Mitarbeiter?
00:05:11: Ja ich bin alleine gestartet erst mal als Subunternehmerin.
00:05:14: Ich habe Schriften gehauen zum Beispiel für andere Steinmetze auf den Friedhöfen und hab so kleine Sachen gemacht.
00:05:19: Bei denen in der Werkstatt hatte ich noch keine eigene.
00:05:22: Das kam aber irgendwann Und dann kam tatsächlich auch der erste Mitarbeiter, der bei mir als Mini-Jobber angefangen hat.
00:05:29: Weil das von meinem Lehrchef die Festanstellung, also die fest angestellte Kraft war.
00:05:33: Okay!
00:05:33: Dann
00:05:34: heißt ihn Kantyschon und so hat sich das aufgebaut.
00:05:36: Okay, und dann mit einem Mitarbeiter weitergemacht die ganze Jahre?
00:05:39: Nee ich hatte fünf Leute.
00:05:40: Als ich zugemacht habe, hatte ich fünf Leute genau...
00:05:43: Warum hast du zugemachten in den neun
00:05:44: Jahren?!
00:05:45: Weil wir hier ganz ehrlich einmal sein müssen!
00:05:48: Ich hab zwei tausendsechzehn mein erstes Kind gekriegt und wir haben anderthalb Jahre meinen Mann und ich alles gegeben aber es war wirklich nur noch Werkstatt oder Kind und es gab nichts mehr dazwischen.
00:05:59: Dann haben uns irgendwann tiefen die Augen geguckt und gesagt das kann's irgendwie nicht sein.
00:06:02: Und dann habe ich gesagt okay sonst hätten mir jetzt auch nur ein Kind.
00:06:07: Ja und dann bist du in dieser Speaker-Szene, Coaching Szene so ein bisschen reingerutscht glaube ich.
00:06:13: Nee
00:06:14: auch nicht?
00:06:15: Ja also es war auch ein Prozess würde ich sagen denn ich habe damals in meiner Werkstatt ganz viele Bildauerkurse gegeben.
00:06:21: Ich hab achthundert Leute im Jahr da durchgeschleust Bilderkursen von groß bis klein.
00:06:26: das heißt ich war so diesen Workshopding schon drin und bin dann ja auch erst mal ins Fest angestellten Verhältnis gegangen aber raus aus dem Beruf Aber nicht
00:06:33: mehr als Steinmetze.
00:06:34: Genau,
00:06:34: richtig!
00:06:35: Und trotzdem innerhalb der Baubranche bin ich geblieben und hab da auch immer schon Workshops gemacht.
00:06:41: So wie es halt weitergeht und man bildet sich noch mal weiter... ...und hier nochmal einen Lehrgang und dann nochmal und irgendwie sagst du okay also nee das muss jetzt... Also das geht mir alles nicht schnell genug.
00:06:50: Das muss ich jetzt selbst in die Hand nehmen.
00:06:52: und jetzt bin ich seit über drei Jahren Wieder selbstständig und
00:06:55: ab, genau.
00:06:56: Was war Social Media für dich da?
00:06:58: Für eine Waffe?
00:06:58: Du bist da ja schon auch sehr aktiv.
00:07:01: Ja bin
00:07:02: ich... Sind die Leute da auch auf dich aufmerksam geworden über Social Media?
00:07:05: Weil du bist ja wirklich auf jeder Veranstaltung irgendwie die Relevanz hat für das Sandwerk egal wo, wo ich dann auch bin und ich bin nicht bei vielen aber wenn ich dann da bin, bist du auf jeden Fall auch da!
00:07:17: Das ist richtig.
00:07:18: Nee tatsächlich ist Social Media nur etwas nebenbei.
00:07:22: Also in erster Linie ist es, weil man mich irgendwo gesehen hat und dann verstanden hat okay was will die hier?
00:07:28: Was macht sie da?
00:07:29: Und den großen Sinn bei mir dahinter sieht und dass ich natürlich auch eine gewisse Wirkung habe als Frau wenn ich darüber spreche.
00:07:36: Ich darf glaube ich manche Dinge anders aussprechen als ein Mann vielleicht auch und ja so geht das!
00:07:41: Und ich hab einen eigenen Podcast auch.
00:07:42: das heißt ich bin mit unfassbar vielen Präsidenten, Präsidentinnen auch im Gespräch.
00:07:48: Wie heißt dein Podcast?
00:07:49: Nach Fest
00:07:49: kommt ab.
00:07:51: Also auch unbedingt mal reinhören, was ich bei dir besonders krass finde und ich meine das so länger mit uns jetzt kennenlernen oder oft miteinander gesprochen haben weiß ich nicht zu nehmen und einzuschätzen.
00:08:04: aber am Anfang habe ich gedacht wo so ähnlich wie bei meiner Frau sagst du mal die wie heißt das wenn man so Sachen auf dem Am rechten Fleck am Herzen, aber auch direkt in der Aussprache klar und deutlich was Anbach ist.
00:08:21: Wie kommen die Leute damit klar?
00:08:23: Also gibt es vor allen Dingen auch die Männer weil du ja eine Frau im Handwerk auch bist und den Männern da auch nur vernünftige Ansage machst.
00:08:30: wie kommt das so... Das müssen
00:08:31: wir die mal fragen.
00:08:32: ich glaube dass das natürlich viele abschreckt.
00:08:34: aber ich will ja gar nicht mit jedem arbeiten.
00:08:38: Entweder willst du mit mir Kaffee trinken und dann reden wir drum herum, das kostet genauso viel.
00:08:42: Oder aber wir besprechen Klartext und du kommst schneller ins Ziel?
00:08:46: Ja ich denke mal die meisten schätzen das ja auch an dir dass du so straight bist und klar...
00:08:51: Wir müssen sie fragen!
00:08:52: Ich finde das mega tatsächlich.
00:08:54: deswegen habe ich auch gesagt wir müssen unbedingt mal ein Podcast machen weil du einfach die Sachen raushaust und vor allen Dingen auch Erfahrung hast und richtige Handelacker bist.
00:09:02: ne Also, am Ende ist das ja ähnlich wie bei mir.
00:09:05: Handwerksbetrieb so typisch selbst und ständig.
00:09:09: Irgendwann klick gemacht ... Ich bin eher ein bisschen reingerutscht in dieses Beraten- und Social Media.
00:09:15: Das war gar nicht zu mich.
00:09:16: Ich war nie der Typ, der irgendwie gesagt hat, ich will auf die Bühne, ich muss nach vorne.
00:09:20: Weil ich war eigentlich immer derjenige, der sich hinten versteckt hat und ich will nicht.
00:09:24: Und jetzt sieht das alles so selbstverständlich aus?
00:09:28: Mir macht das auch mega Spaß!
00:09:29: Und total meine Leidenschaft.
00:09:31: Und man muss ja in gewisse Dinge einfach reinwachsen.
00:09:35: Warst du immer so der Draufgängertyp, der auf die Bühne geht oder eher bist du da auch reingewachsen?
00:09:43: Du wirst lachen aber ich bin ehrenamtlich engagiere ich mich.
00:09:47: Ich bin der erste Vorsitzende im Verein und ich hasse es dort vor Menschen zu sprechen!
00:09:52: Ich hasse Es und dann kommt immer möchten sie auch noch was sagen Ist erst gut.
00:09:57: Ich stehe da in der letzten Reihe, ich hasse es!
00:09:59: Das ist schon vielleicht auch ein Verein aber ich lebe das was ich jetzt mache und das ist meine Leidenschaft und deswegen fällt mir das leichter darüber zu sprechen und auch wirklich die Rampensau zu sein.
00:10:12: Aber privat?
00:10:14: Bei mir ist das ähnlich.
00:10:15: gestern hatte ich einen Meeting mit einem Kumpel von uns.
00:10:17: wir haben jetzt hier am zehnten Oktober unser Einweihungsparty.
00:10:21: Da haben wir so ein kleines Programm und ich dachte, Einwahlungsparty, alle kommen.
00:10:26: Wir essen was, trinken bisschen Bierchen ... Und das war's!
00:10:28: Jetzt kommt der O-Bee und so, ne?
00:10:30: Dann sagt er ja, hast du denn ein Programm vorbereitet?
00:10:33: Was ist denn vom Programm?
00:10:34: Hältst du da eine Rede?
00:10:35: Ich sag Junge, ich kann soweit
00:10:36: nicht.".
00:10:37: Dann fängt er an zu lachen.
00:10:39: Das ist was anderes, wenn ich jetzt beim Schneedetag vor Handwerkern spreche oder irgendwo eingeladen wurde als Speaker und da Inputgeber über meine Sachen als auf der Bühne zu stehen um mich zu bedanken und irgendwie groß zu erzählen von der Handwerkschmerz gar nicht mein Ding.
00:10:54: Ja man musste tun!
00:10:55: Und das ist für mich gerade voll die Herausforderung
00:10:58: total.
00:10:59: Dich haben wir jetzt erstmal kennengelernt, lass uns mal so ein bisschen über Führung und Fachkräfte sprechen.
00:11:06: Und da habe ich mal direkt eine Frage.
00:11:07: Wenn fünf Mitarbeiter in einem Jahr kündigen?
00:11:10: In einer Firma.
00:11:12: Fünf schlechte Mitarbeiter oder schlechter Chef-schlechte Führungen?
00:11:16: Wie viele Leute haben wir denn insgesamt beschäftigt?
00:11:18: Ja, so zehn würde ich sagen.
00:11:19: So zehn?
00:11:20: Okay also da kann man so erstmal gar nicht sagen denn es kann durchaus auch eine bewusste Entscheidung zu sein.
00:11:25: ich sortiere jetzt einmal durch weil ich gewisse Dinge bei mir etablieren möchte.
00:11:29: das kann also einmal der Schritt sein zu sagen okay wir fünf gehen weil sie verstanden haben dass die eigentlich mit mir hier gar nicht zusammen passen und diese Zusammenarbeit auf kurzerer lang sowieso nicht mehr glücklich machen wurde.
00:11:42: Das kann's sein.
00:11:43: Und es kann natürlich auch sein Dass ein Führungsthema dahinter steht.
00:11:47: Von außen finde ich das immer schnell, man macht eine Schublade auf und sagt auch ein schlechter Chef.
00:11:51: Vielleicht ist es aber auch ein Chef der Verantwortung übernimmt und sagt okay weil ihr fünf Jungs hier ständig am Gerüst steht und den Weibern hinterherpfeift und ich das nicht möchte dürft ihr bitte gehen genauso weil ihr mit unseren Azubis nicht gut umgeht oder weil ihr jeden Tag zehn Minuten zu spät kommt obwohl mir Pünktlichkeit wichtig ist.
00:12:08: Ich find' auf das Thema Führung muss man sich auch einlassen.
00:12:12: Ich war ja selber total lange alleine unterwegs oder irgendwann so mit zwei drei Mitarbeitern.
00:12:17: Da führt man ja nicht so richtig die Mitarbeiter, du bist ja den ganzen Tag mit denen unterwegs und machst einfach dein Ding.
00:12:23: Als wir dann größer wurden habe ich einfach gemerkt wie schwer mir das fällt wenn ich nicht mehr jeden Tag da bin mit dem unterwegs die vernünftig irgendwie zu leiten.
00:12:33: Und ich bin ja ziemlich stark gewachsen innerhalb von ein zwei Jahren so von drei auf zwölf von zwölfe auf zwanzig von zwanzich auf dreißig.
00:12:41: Und irgendwann habe ich gemerkt, ich hab mich total überschlagen.
00:12:44: Nicht nur in Bezug auf Kosten und so weiter ... Aber vor allen Dingen im Bezug auch mit Arbeiterführung.
00:12:49: Meine Firma ist komplett auseinandergegeben.
00:12:52: Dann haben sich Gryppchen gebildet und ich musste dann tatsächlich wieder innerhalb eines Jahres, hab ich dann wieder von dreißig auf fünfundzwanzig, von fünfund zwanzig auf zwanzzig, von zwanzag auf fünfzehn bis ich dann gemerkt habe, wachstum alleine reicht gar nicht sondern wenn wir wachsen Da muss ich erst mal selber lernen, wie man Mitarbeiter führt.
00:13:11: Und das ist ein extrem schwieriges Thema sich auch darauf einzulassen vor allen Dingen als Handwerker und als Handwerk.
00:13:19: Das merke ich gerade bei der SIS Bauwerksabdichtung und bei der Schmiede.
00:13:23: Es ist was anderes, ob du jetzt Mitarbeiter im Handwerk führst Oder Mitarbeiter hier bei der Schmiede, weil hier sind so kreative Leute unterwegs.
00:13:32: Noch mal in einem anderen Wörding und auf der Baustelle wenn ich da zu weich rede zum Beispiel, dann nehmen die mich teilweise gar nicht richtig ernst.
00:13:40: Wie kriegt man die Balance zwischen Mitarbeiter führen?
00:13:45: Und Mitarbeiter kontrollieren um denen gar keinen Raum geben oder halt auch ja zu viel Spielraum geben das die Firma gar nicht in die Richtung läuft.
00:13:53: also ist es ja wie mit Kindern.
00:13:55: Kinder brauchen Regeln.
00:13:56: Nein, du sollst nicht auf die Schienen laufen.
00:13:58: Nein!
00:13:58: Du legst deine Hand nicht auf den Herd und diese Regeln brauchen wir in jedem Unternehmenskontext auch.
00:14:03: Und das was ganz viele falsch verstehen ist dass man nur eine Art zu führen hat.
00:14:09: aber jeder ist bei dir unterschiedlich.
00:14:11: Deine Leute sind alle unterschiedlich und dann darfst du auch den einen vielleicht weil der das braucht?
00:14:16: Du hast ihn als Person erkannt dem darfste vielleicht ein paar mal mehr über die Schulter streicheln wirklich gesprochen.
00:14:22: Und der andere braucht halt eine klare Ansage, jetzt macht das ansonsten Jalla!
00:14:27: So und das haben viele noch nicht verstanden.
00:14:30: Viele führen gleich weil sie eben diese Rollen nicht einnehmen können, weil Sie es nie gelernt haben, weil sie vielleicht auch gleich geführt wurden aber zu verstehen dass jeder etwas anderes braucht um sein Potenzial zu entfalten.
00:14:41: Das ist eigentlich das Geheimnis dabei.
00:14:43: Dafür muss man sich ja erstmal mit den Menschen beschäftigen.
00:14:46: Genau das ist nämlich das Thema.
00:14:48: Auch bei der Schmiede habe ich Mitarbeiter.
00:14:49: die brauchen immer Push, push, push.
00:14:52: Und auch mal eine Ansage und dann gibt es andere Mitarbeiter.
00:14:54: mit denen muss man halt einfach anders sprechen.
00:14:57: Ich finde das Schwierige ist dabei sich als Chef darauf einzulassen.
00:15:03: Du musst ja auch in gewisse Rollen schlüpfen!
00:15:05: Ja
00:15:06: richtig.
00:15:06: aber also das was man glaube ich dabei gar nicht vergessen darf ist man sagt so in der Personalerwelt pro Mitarbeiter zehn Prozent deiner Arbeitszeit für Führung.
00:15:14: So hast du zehn Leute beschäftigt arbeitest du nicht mehr mit Dann bist du operativ komplett raus.
00:15:19: Und das vergessen viele, weil die dann immer noch dazwischen rumhasseln und arbeiten und alles mitmachen wollen und diese Führungsaufgabe komplett vernachlässigen.
00:15:29: Super wichtiges Thema!
00:15:30: Wir haben ja viele Partnerbetriebe, sag ich mal, mit zwei drei vier Mitarbeitern aber auch viele Partner Betriebe mit zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißvierzig Mitarbeiter.
00:15:38: Das musst
00:15:38: du koordinieren?
00:15:39: Ja und da merkst Du halt... Du hast zwar trotzdem irgendwie Mitarbeiter aufgebaut, weil Du auf der Bauchstelle viel zu tun hast Aber wenn es ums Office geht, läuft trotzdem alles irgendwie über den Chef.
00:15:50: Obwohl du da fünf Mitarbeiter im Büro sitzen hast aber keiner so richtig weiß was zu tun ist.
00:15:57: welche Aufgaben habe ich?
00:15:58: Welche Rechte habe ich und das ist ja eigentlich wenn man ein Business aufbaut dass normalste der Welt eine Stellenbeschreibung zu machen die Tätigkeitsbeschreiben zu machen.
00:16:07: Aber ich sage ganz ehrlich also Ich will das gar nicht despektierlich irgendwie ausdrücken Für mich, als ich meinen Leben komplett verändert habe in Sachen Unternehmersein und nicht mehr der typische Handwerker.
00:16:20: Hab ich erst mal gar nicht gewusst, was eine Stellenbeschreibung ist?
00:16:22: Ja.
00:16:23: Ich hab
00:16:23: mir ja keiner
00:16:24: gezeigt!
00:16:25: Und das wo du gerade das sagst... Also ich kann immer nur empfehlen da auch mal so ein Organigramm zu zeichnen.
00:16:29: und wenn du ganz oben bist und von dir aus da sternförmig einfaches zu allen runter geht dann hast du etwas falsch gemacht.
00:16:36: also es müssen Stufen drin sein und deine Stellenbescheidung muss in einen Tag reinpassen die muss in auf vierzig Stunden.
00:16:43: natürlich arbeitet man mehr als Unternehmer aber die muss auch in vierzig stunden reinpassen.
00:16:47: und das schaffst du nicht wenn du überall mit drin hängst.
00:16:50: wenn du jetzt in den Betrieb reingehst und die berätest, in Sachen Führung usw.
00:16:55: Woran erkennst du?
00:16:58: Du bist hier durchgelaufen und kannst ja schon mal so ein Bild machen.
00:17:02: davon gehst noch ein bisschen tiefer ins Gespräch rein.
00:17:04: Du siehst den Typen so.
00:17:06: woran erkenst du ob der Chefin-Führungsproblem hat oder nicht?
00:17:09: daran gar nicht.
00:17:11: Ich muss schon mit den Leuten einzeln sprechen.
00:17:13: Spannend ist immer, wenn ich kann dich ja auch mal fragen was sagen denn deine Leute auf einer Gartenparty über ihre Arbeit?
00:17:21: Ich gehe davon aus dass sie sagen das Sie sich hier wohlfühlen dass sie einen guten Arbeitgeber haben, vielleicht nicht dem bestbezahltesten Job.
00:17:32: Aber wir als Arbeitgebern viel bieten, dass die hier viele Freiheiten haben.
00:17:37: Ich versuche ein Umfeld zu schaffen oder ist doch mal so anders herum?
00:17:42: Der Jason hat mich letztes Jahr bei der Weihnachtsfeier gefragt, Chef, wieso machen wir eine krasse Weihnachtstheir?
00:17:48: Da waren wir drei Tage mit dem Team unterwegs und hatten geiles Hotel für uns gebucht mit Wellness usw.
00:17:53: Und dann hab ich gesagt ... Ich mache gerne jetzt Sachen für meine Mitarbeiter, die ich früher gerne gehabt hätte.
00:18:02: Und deswegen versuche ich da überzuperformen in Sachen Arbeitgebervorteile nicht mit dem Standardzeug wie Kaffee und Obst und Sonntzeug sondern mit gewissen anderen Dingen.
00:18:12: Deswegen möchte ich hier einen Arbeitsplatz einfach bieten wo jeder gerne zur Arbeit kommt sich aber auch ein vertrauensvollem Umfeld ausleben kann wer will Und das merke ich immer wieder auch bei unserem Bewerbenmuskel beschrieben.
00:18:27: Gesprächen.
00:18:28: Wir haben jetzt einen neuen Vertrieb eingestellt, der ist ja zwei Wochen hier und ich habe gestern mit dem Feedback-Gespräch gehabt und ich hab gesagt und wie fühlst du dich hier?
00:18:36: Nimmst Du die Schmiede so wahr, wie sie auch nach außen kommt und sagt er ich habe sowas noch nie erlebt bei einem Arbeitgeber das ich mich nicht verkleiden muss dass sich so sein kann wie ich will.
00:18:45: wir haben jetzt noch einen neuen Mitarbeiter zum ersten Elfen eingestellt.
00:18:48: Der hat eigentlich ein top Job.
00:18:50: der kommt zu uns obwohl er weniger von mir bekommt im Gehalt weil er einfach sagt Ich mag deine Art die Schmiede nach außen ist und ich mag es einfach, dass sich das selber sein kann.
00:18:59: Und ich glaube, das ist einer der wichtigsten Punkte, dass Mitarbeiter sich nicht verkleiden müssen oder in irgendeine Rolle reingedrängt werden wo sie nicht hingehören.
00:19:09: Da sind wir wieder mit individuell führen!
00:19:10: Nicht jeder möchte auch mit dem Kunden sprechen, nicht jeder möchte konzipieren strategisch arbeiten.
00:19:16: manche möchten einfach nur Sachen tragen schleppen keine Ahnung.
00:19:19: was nehmen die Leute so wie Sie wollen?
00:19:21: denn wenn du sie nachher in die Effizienz rein bringst in ihre Qualität weil sie Arbeiten dürfen, wie sie sind und das was Sie gerne machen.
00:19:29: Jeder kann mal ein bisschen heraus gefordert werden gefördert werden auch.
00:19:33: Aber von Leuten mehr zu erwarten oder etwas anderes zu erwartern als dass was Sie gern machen würden.
00:19:39: Was geht nach hinten los?
00:19:40: Erstmal das und ich finde extrem wichtig bei Führung Extrem wichtig.
00:19:45: also mir ist gar nicht wichtig wenn sich jemand bewirbt Dass der irgendeine krasse Qualifikation hat oder vorher Social Media Manager war oder vorher Katta war oder Videografer eigentlich ist hier in jedem Bereich, ob er jetzt Coach ist im Social Media, im Marketing, in System und Prozesse.
00:20:01: Immer ein Querensteiger gewesen!
00:20:03: Und ich habe quasi die Box geöffnet und gesagt, das sind die Möglichkeiten hier.
00:20:09: Also sagen wir mal, gehen wir mal Joanna, die du gerade kennengelernt hast.
00:20:11: Sie macht unsere Social Media für Stories
00:20:13: usw.,
00:20:14: ist gleichzeitig Coach fürs Social Media und sprichte sogar auf Bühnen mittlerweile.
00:20:20: Hat bei uns die Ausbildung gemacht, hat sich entwickelt.
00:20:22: Wir haben halt immer Ziele vereinbart.
00:20:23: wo möchtest du eigentlich hin?
00:20:25: Also ich sag nicht Du musst auf die Bühne Sondern hey für dich gibt es die Möglichkeit dass du auch auf die bühne kommst.
00:20:31: So jetzt sage ich nicht Wann willst du auf diebühne?
00:20:33: Sondern die Mitarbeiter kommen auf mich zu und sagen so Hey Chef!
00:20:36: Du hast mir das und das ja angeboten Dass ich das und was machen könnte.
00:20:39: Ich würde gerne beim nächsten Schmiedetag auf die Bühne Und wenn du dann halt die Möglichkeit hast Das auch zu bieten Dann sollte man das auch machen.
00:20:47: Und ich finde die Entfaltung dahinter, auch mein Marketer-Mannung der Abteinungsleiter ... Der war vor sechs Jahren kein Marketer!
00:20:54: Da warte Bock, Marketing zu lernen?
00:20:56: Genau aber da müssen wir ein bisschen auseinander.
00:20:57: also ich glaube Büro tätigkeiten ist es ein bisschen leichter als Quereinsteiger.
00:21:03: Also ich sage auch immer jemand der mit hoher Motivation kommt und Bock hat Dinge zu lernen ist nach viel mehr Wert als jemand der fachlich korrekt ausgebildet und brain is so Der kann nachher auch sogar ein richtiges Arsch sein.
00:21:17: Der passt dir gar nicht rein, ist aber perfekt ausgebildet.
00:21:20: Bringt dir nichts!
00:21:21: Bringt ihr überhaupt Machtnachheit den ganzen Brei zu uns?
00:21:25: Und deswegen ... Aber es ist ein bisschen leichter im Büro solche Leute quer anzulernen.
00:21:30: Du brauchst auf der Baustelle eine Mischung davon.
00:21:33: Du braucht Leute die fachlich verstehen und vorausdenken, die sagen auch Gott das haben wir ja gar nicht vorher so bedacht, haben wir nicht gesehen, den Kunden darauf hinweisen vielleicht das Vorgespräch erführen könnte an nachher an der Entrechnung ein bisschen mehr werden, weil das eben vorher nicht zu sehen war.
00:21:48: Die das einschätzen können.
00:21:49: und da hilft dir mit einem Quereinstieg am Anfang noch nicht.
00:21:52: über viele Jahre ja aber am Anfang brauchst du doch Fachlichkeit.
00:21:56: Ja bei SSI ist es so wir machen ja Balkonabdichtungen und Kellerabdrichtungen und seit acht neun Jahren gibt es auch die Ausbildung als Bautenschützer.
00:22:04: Vorher gab's sie gar nicht.
00:22:06: ich hab Maurer gelernt habe dann den Bauten Schutz Techniker gemacht und bin also in diese Richtung gegangen.
00:22:13: Also ich hab in meinem ganzen Unternehmen, wir haben fünfzehn Mitarbeiter draußen rumspringen.
00:22:17: Wir haben ein Bautenschützer und der Rest sind alles Quereinsteiger ob Schreiner, Maler, Dachdecker gar keine Ausbildung usw.
00:22:25: Und da finde ich extrem wichtig auch da mache ich das bei SS mit Quereinstegern.
00:22:29: für mich ist es immer wichtig wenn ich im Bewerbungsgespräch sitze was sehe ich in seinen Augen?
00:22:34: Ja ja ich verstehe was du meinst.
00:22:35: Aber lass die mal einen Gang lang laufen!
00:22:37: Und dann ist es ja meine Pflicht den innerhalb von so vier bis zwölf Wochen dorthin zu bringen, in einem guten Onboarding.
00:22:45: In dem guten Prozess dorthinszubringen, dass der auch für mich dann draußen vernünftig laufen kann.
00:22:50: Wenn ich dem aber Dinge nicht zur Verfügung stelle banale Dinge wie melde ich mich krank?
00:22:55: Wie reiche ich Urlaub ein?
00:22:57: Wie verhalte ich mich beim Kunden?
00:22:58: Wie räume ich eine Baustelle ab?
00:23:00: und Ich finde auch als kleiner Handwerksbetrieb bei großen Unternehmen ist das ja eh normal so einen onboarding zu haben.
00:23:06: nur die handwerks Betriebe gehen immer davon aus so kleinere wir kommt.
00:23:10: Der ist Dachdecker, der kann das schon.
00:23:12: Wir sollen ja machen.
00:23:14: So fachlich vielleicht?
00:23:15: Ja!
00:23:16: Aber es geht ja nicht nur ums Fachliche, das sind ja nur fünfzig Prozent meiner Meinung nach sondern die anderen fünfzig prozenten sind ja.
00:23:22: hey was für Werte habe ich eigentlich im Unternehmen?
00:23:23: wie möchte ich eigentlich das mit dem Kunden sprechen?
00:23:26: Wie kriegst du da sag ich mal den Switch in dem Unternehmer auch sowas aufzuzeigen?
00:23:31: weil der Handwerk... Ach brauch ich doch alles nicht.
00:23:33: Eigentlich braucht er ja nun seine Kolonnen gucken Weil die eine Kolonne macht es so und die andere machtes so.
00:23:38: Und dann fragt ihr mir okay was ist der rote Faden?
00:23:40: Was denn von roter Faden?
00:23:42: Was davon ist von dir?
00:23:44: Nee, also da ist der Dietter.
00:23:47: Der macht die Kolonne und da is der Berndt.
00:23:53: Das sind die Unternehmer hier im Unternehmen?
00:23:55: Nee das sind meine Vorarbeiter!
00:23:57: Ja aber du bist doch der Unternehmer.
00:23:58: Musst du nicht die Richtung vorgeben wie wir mit dem Kunden sprechen dass wir uns die Schuhe abputzen was auch immer so solche Sachen und da ist dann immer so ja stimmt sag ich so.
00:24:07: also sind die Regeln nicht klar.
00:24:10: Wie sieht es aus?
00:24:10: Man will Regeln aufsetzen und dann geht's los.
00:24:13: Und dann ist das für alle erstmal unbequem, weil auch der Dieter und der Bernd von ihrem Ego ein bisschen abrutschen müssen und da natürlich auch lernen müssen.
00:24:20: schwierige Situationen.
00:24:22: Ja
00:24:22: definitiv!
00:24:23: Und
00:24:23: dann können natürlich auch solche Geschichten entstehen als jemand sagt, der Dietter dann mach ich nicht mit.
00:24:27: Also der Chef an sich kommt ja mit Veränderungen schon schlecht klar.
00:24:31: wenn er sich aber bewusst entscheidet was zu verändern, dann macht er das auch.
00:24:35: Das ist noch einfacher als Mitarbeiter, davon sie überzeugen die zwanzig Jahre immer gleich gearbeitet haben oder zehn.
00:24:42: Dass eine Veränderung stattfinden muss weil die Mitarbeiter ja denken ja wieso will er denn jetzt was verändern?
00:24:46: läuft doch eigentlich alles und da die mitzunehmen auf den Weg.
00:24:50: Und das ist ja häufig auch das Problem, was wir sowieso im Handwerk haben – auch bei den Organisationen!
00:24:56: Es hat bis jetzt immer alles funktioniert, es ist gelaufen.
00:24:58: und nein bitte lass uns nicht verändern, nicht bewegen, es könnte ja unruhig werden.
00:25:03: Wir müssten von unserem Weg abweichen und das ist es warum auch das Handwerk an gewissen Stellen das Image hat, was es hat.
00:25:12: Obwohl ich erfinde und da gebe ich erfolgreichem Recht, wenn ich manchmal auf irgendwelchen Veranstaltungen bin und gebucht werde bei irgendwelche Konzernen.
00:25:21: Und da mein Speech halte egal über was, über ein System oder Prozesse, Digitalisierung, Social Media... ...und dann wirklich auch so eine Frage in den Raum stellen zum Beispiel Hey!
00:25:32: Wer nutzt denn Digitalisierung, wer nutzt den Social Media für Mitarbeitergewinnung und baut eine gute Arbeitgebermarke auf?
00:25:40: Da melden sich dann von hundert Leuten zwei.
00:25:43: Wo bist du hier gelandert?
00:25:45: Und wenn ich da vorne erzähle, dann fühl ich mich ... Wenn ich vor so einer Zielgruppe bin, denke ich mir die glauben wir halt nicht!
00:25:52: Ja ja der hat ja gut reden Und das funktioniert ja alles gar nicht.
00:25:56: Und wenn ich dann aber hier unsere Schmiedetages sehe, so Betriebe die wirklich sich damit beschäftigen in die Zukunft zu denken und Dinge anders zu machen, da merke ich einfach wie Handwerksbetriebe, die hier sind, nicht nur zwei Schritte voraus sind sondern wirklich dreißig Schritte vor
00:26:12: aus sind.
00:26:12: Weißt du womit es zu tun hat?
00:26:13: Erzähl mir das!
00:26:14: Mit
00:26:14: der Größe.
00:26:16: Einen Konzern, der wirklich viele Abteilungen hat, hat unterschiedliche Arbeitgebermarken pro Abteilung.
00:26:22: So, es ist total schwierig da eine Schiene reinzukriegen.
00:26:25: Je kleiner das Unternehmen ist desto größer ist deine Wahrscheinlichkeit dass du Veränderung durchziehen kannst auf kurze Strecke Und die Größe das ganze System ist, desto schwieriger wird es das auch einheitlich wirklich durchzuführen.
00:26:39: Aber da sieht man dann auch mal der Durchschnittshandwerksbetrieb hat fünf Mitarbeitende.
00:26:43: so es gibt größere es gibt kleinere.
00:26:45: aber welche Kraft wir einen Innovationskraft haben wenn wir sie dann nutzen?
00:26:50: Ja also ich finde die letzten drei vier Jahre findet schon krasser Bandel statt in die positive Richtung
00:26:57: Wobei du dich auch genau wie ich in einer Bubble bewegst.
00:27:00: Also, ich glaube von dem ganzen Paket sind das vielleicht zehn Prozent?
00:27:04: Ja, wenn überhaupt!
00:27:05: Wenn überhaupt!
00:27:07: Aber sei es mal mit den Leuten... Mit denen ich zu zunahme im Handwerk vor allem so eine Partnerbetrieb, ich sehe das ja jeden Tag wie die sich entwickeln und was daraus geschöpft werden kann also nicht nur im Unternehmen für die Mitarbeiter sondern auch für einen persönlich, was ja auch extrem wichtig ist, sich gutzufühlen in seinem Handwerksbetrieb um das gernezumachen weil wir hier alle unser Handwerk lieben, wenn wir aber so gefangen sind in dieser, ja nennen wir es Hamsterrad.
00:27:28: Nennen wir es, keine Ahnung, Teufelspreis was auch immer dann ist das eher eine Belastung sag ich mal.
00:27:34: und du hast recht.
00:27:36: also klar befinden wir uns da.
00:27:37: wenn bei der HeroCon natürlich geil wird so viele Leuten sprechen die ja innovativ unterwegs sind viel Input aufschnappen usw.
00:27:48: Und jeden Tag dazulernen tatsächlich ist aber viel zu wenig Handwerker noch.
00:27:53: Und genau, auch eine HeroCon hat Probleme Handwerker dorthin zu kriegen.
00:27:57: Weil vielleicht auch einfach dieser Pool schon dann auch ausgeschriftet
00:28:01: ist?
00:28:01: Ja aber da ist es ja unsere Pflicht auch die sag ich mal ein bisschen sichtbarer sind und danach vorne gehen die Handwerke irgendwie anzuziehen.
00:28:09: man bekommt natürlich auch viel Gehäte.
00:28:11: vor allen Dingen Ich auch als Coach der Fisso Media Marketing auch macht bezahltes marketing weil die ganze bubble ist ja auch teilweise Wo die Leute denken, da wirst du ihr abgezogen und das funktioniert auch alles.
00:28:24: Ist
00:28:25: doch
00:28:25: so bei dir?
00:28:26: Ja also Leute, die sich nicht wirklich mit mir beschäftigen und nur mal meine Anzeige sehen, die dann teilweise natürlich auch polarisierend ist damit ich Leute irgendwie auch anziehe oder abstößt genau ganz wichtiger punkt da kommen jetzt nämlich zu Ähm, gibt's natürlich auch viel Hate.
00:28:44: Also ich würd sagen so zwanzig, dreißig Prozent an Kommentaren.
00:28:47: Eigentlich
00:28:48: sind das die Leute, die man nachfassen müsste?
00:28:50: Ja und es sind halt auch teilweise ... Und das merken wir halt krass!
00:28:53: Das sind halt doch die Leute ,die vorher auch gehatet haben sich dann aber mit mir weiter beschäftigen und dann halt auch mal dahinter gucken.
00:29:02: Ey was hat der eigentlich von, ah der Wirkschenhandwerksbetrieb Was macht er eigentlich?
00:29:06: Die hören mal in den Podcast rein.
00:29:07: Die sehen eher umher, dass ist ja doch irgendwie authentisch.
00:29:10: Der labert ja doch keinen Müll Und dann konvertieren die halt auch später zu Fans oder werden sogar Kunden, also vom Hater zum Kunden.
00:29:16: Das gibt's auch.
00:29:18: Aber es gibt ganz viele, die sagen so hey... ...die mich nicht mögen?
00:29:22: Klar!
00:29:24: Die will ich ja auch keine haben.
00:29:25: aber es gibt Leute, denen natürlich gestern hat sich ein super Gespräch mit einem neuen Partner im Betrieb.
00:29:28: Der sagt immer deine Art und Weise wie du so sprichst, so'n bisschen dieser Handwerker Bauern Style und so direkt raus.
00:29:36: Das hat mich total angesprochen, dass ja genau das was ich brauche am Ende.
00:29:40: Ich glaube auch immer der Stallgeruch ist nachher das was es ausmacht.
00:29:44: also
00:29:45: wenn ich da Veranstaltungen sehe wo jemand kommt der natürlich für das Handwerk etwas macht aber selber nie verstanden hat wie es ist im Handwerk zu arbeiten.
00:29:53: Das ist ein Unterschied.
00:29:55: und ich glaube auch Auch wenn ich jetzt seit neun Jahren raus bin aus dem praktischen Gewerk und du ja auch schon seit einigen Jahren, das ist trotzdem da.
00:30:06: Definitiv!
00:30:06: Es ist trotzdem dar und das merkst du in dem weil wir verstanden haben wie Systeme funktionieren im Handwerk, wie sie nicht funktionieren, weil wir genau da nämlich ansetzen.
00:30:15: Und ich glaube dass das jemand von außen irgendwann auch verstehen kann aber trotzdem es nicht ganz so... Verstehen wird wie wir.
00:30:23: Du musst halt irgendwann eine Entscheidung treffen, ich habe ja noch meinen Handwerksbetrieb mit fünfzehn Leuten draußen Und früher wollte ich halt immer wachsen, wachsen und ganz viele Mitarbeiter uns zig Millionen Euro Umsatz machen bis dann irgendwann erkannt hat hey das brauchst du eigentlich gar nicht.
00:30:38: So wenn du ein geiles Team hast irgendwie mit fünfzehn Leuten und du hast wirklich ein gutes Team klarstellig auch Mitarbeiter ein wenn sie neu dazukommen und perfekt.
00:30:46: die müssen aber nächstes mal... Früher habe ich auch Leute eingestellt die irgendwie siebzig-achtzig Prozent zu mir gepasst haben und hab dann geguckt dass sie irgendwann hundert Prozent zu mir passen.
00:30:55: Mittlerweile mache ich das nicht mehr, weil ich auch damit nicht so eine gute Erfahrung hatte und warte jetzt mach auch keine aktive Mitarbeitergewinne sondern die Leute, die auf mich zukommen, die passen dann auch oft Hunderzehn, Hundertzwanzig prozent zu mir.
00:31:08: also perfekt!
00:31:09: Dann stelle ich Sie auch ein und generiere Wachstum.
00:31:12: denn ja ich finde auf Krampf auch zu wachsen Bedeutet nicht immer auch, dass es cool ist.
00:31:18: Dann kommen wir ja genau... Jetzt beschreibst du was sehr Schönes!
00:31:21: Ich habe dich vorhin gefragt, was erzählen deine Leute auf einer Gartenparty über dich?
00:31:24: Die beste Mitarbeiterrekrutierung ist die Gartenpartie.
00:31:27: Dass wenn zwei da stehen und du kommst nicht darum, über deinen Job zu sprechen Und vielleicht ist das sogar jemand der irgendwie ein ähnliches Gewerk hat oder einen ähnlichen Bereich und er ist unzufrieden.
00:31:39: Dein Mitarbeiter ist der Markenbotschafter Nummer eins.
00:31:42: Und wenn er gut über dich spricht, ist die zweite Freirekt.
00:31:45: Sucht ihr eigentlich noch jemanden?
00:31:47: Ja!
00:31:47: So und dann ist ja da... Der ist angewärmt, da musst du auch gar nicht mehr viel machen.
00:31:51: Du musst ihn nicht überzeugen.
00:31:52: Der ist angeräumt kommt rein wunderbar.
00:31:54: Siebzig-achtzig Prozent der Schmiedeleute, die hier arbeiten sind tatsächlich so gekommen.
00:31:59: Ist
00:32:00: doch wunderbar!
00:32:01: Mega!
00:32:02: Lass uns mal über eine Arbeitgebermarke sprechen.
00:32:04: Das ist ja immer ein Riesenwort, was bedeutet überhaupt Arbeitgebernmarke für
00:32:07: dich gerade?
00:32:08: Ja also jeder hat ja einen Arbeitgevernarke.
00:32:10: Die Frage
00:32:11: ist immer nur, ist sie so attraktiv?
00:32:13: Und es muss auch gar nicht jede Arbeitgebermarke gleich aussehen.
00:32:16: Es ist wichtig, dass du verstehst was es deine damit du Leute anziehst und auch abschrecken kannst.
00:32:22: Das heißt aber jeder Betrieb da draußen hat eine kann sie für sich nun nicht klar umreißen.
00:32:27: der eine sagt okay bei uns ist wichtig das wir klar heraus jeden mitten ins Gesicht all das sagen das kann eine Arbeitgebern Marke sein es kann genauso gut.
00:32:36: aber seine sagt ok für Gespräche Schlafen wir erst eine Nacht und dann sprechen wir am nächsten Tag.
00:32:42: Auch das ist ne Arbeitgebermarke, da gibt's kein richtig und kein falsch.
00:32:45: Das einzige was falsch aber ist dass du sie selber nicht beschreiben kannst.
00:32:49: Wenn du sie nicht beschreiten kannst, kannst du sie auch schlecht nach außen kommunizieren?
00:32:53: Ja beziehungsweise es nimmt dann eigene Füße.
00:32:55: also deine Leute kommunizierst sie anders als du
00:32:58: Ja.
00:32:59: Aber wenn ich gute Mitarbeiter anziehen will, jetzt nicht nur über bezahltes Online-Marketing weil natürlich viele erkannt haben Jo mit bezahlten Anzeigen kann ich auch Leads generieren.
00:33:08: Wenn ich dann zwanzig Leads generate habe sind davon nineteen eigentlich für die Tonne und bewerben sich nicht die perfekten Leute.
00:33:14: Und ich sage immer Auch bei der Mitarbeiter Gewinnung brauchen wir Für den potenziellen Mitarbeiter mehrere Touchpoints.
00:33:21: Weil ein guter Mitarbeiter Der bewirbt sich nicht weil er jetzt seine Anzeige sieht und denkt ja Ich habe einen festen Job, Familie und Haus.
00:33:29: Und da war ich jetzt gerade unzufrieden, bewerbe ich mich jetzt beim Libo.
00:33:31: Sondern was er macht, der sieht mich... ...und dann entscheidet er erstmal finde ich den cool, finde ich nicht so cool!
00:33:38: Ich find Social Media ist schon eine krasse Waffe weil du auch ein Idiotenfilter davor hast.
00:33:44: Weil der..ich weiß nicht wie du das siehst aber ich finde wenn ich über Social Media als Chef rausgehe Kann der potenzielle Bewerber entscheiden, finde ich den Libo cool oder finde ich ihn nicht cool?
00:33:56: Genau im Marketing sagt man ja du brauchst fünfzig Touchpoints um dich mit einem Produkt wirklich näher als Kaufinteressent zu beschäftigen.
00:34:03: Ja bei einem Produkt so jetzt sind wir mit Menschen dran.
00:34:06: Fünfzig Touch Points also fünftig mal muss sie von einem Produkt gehört haben.
00:34:09: wie viel Mal musst du von allen menschen gehört haben um dich als Interessent als bewerber Dass du in diese Richtung reinkommst?
00:34:16: und da finde ich Social Media eine super Sache, weil es auch so tagesaktuell ist.
00:34:20: Es ist auch so ungefiltert!
00:34:22: Ich kann nur jedem... Also alle sagen immer, ich weiß gar nicht was zeigen soll von mir oder der Firma?
00:34:27: Von der Baustelle.
00:34:28: Ich stelle die Kamera auf und lass sie laufen.
00:34:30: Es gibt ja so viel, was man zeigen kann im Handwerk.
00:34:34: Das Handwerk ist bescheiden!
00:34:35: Ja also ihr habt da nichts Besonderes, das soll ich dir hier zeigen?
00:34:38: Das kommt halt immer.
00:34:39: Sag ich ja, dass siehst du vielleicht aber nimm doch mal den Waldvorlauterbäumen hier weg.
00:34:43: die andern da draußen alleine irgendwie die Schwester von deinen besten Kumpel, die hat keine Ahnung was Du machst.
00:34:49: Zeig einfach das, was du machst.
00:34:51: Wir sind viel zu bescheiden im Handwerk.
00:34:53: Na mal wirklich ein bisschen mehr Reihen und Mut selbst vertrauen, Kamera mitlaufen lassen
00:34:58: ... Und vor allen Dingen authentisch bleiben?
00:35:01: Genau richtig!
00:35:02: Ich finde auch nicht, dass man immer direkt in die Kamera sprechen muss.
00:35:05: Das ist auch nicht für jeder Mann gemacht.
00:35:08: Aber wenn du mitlaaufen lässt und vielleicht ein Gespräch parallel mal mitfilmen kannst, ist da ja schon viel gemacht.
00:35:14: Und das ist ja auch das Geile.
00:35:15: Es nutzen immer noch nicht alle.
00:35:18: Also
00:35:18: wenn du es machst, bist du ja schon weiter voraus.
00:35:22: Ja definitiv.
00:35:24: also das ist schon echt crazy, wenn ich wirklich mit auch Neukundensprecher... Ich fühle die meisten Gespräche auch selber weil ich einfach für mich ist auch extrem wichtig bei unserem Partnerbetrieben dass sie auch perfekt zu uns passen.
00:35:39: Weil nur weil wir jetzt dir mit gewissen Tools helfen können heißt es nicht dass wir jedem helfen können, sondern der muss das ja auch wollen und diese Veränderung muss ja auch stattfinden.
00:35:49: Deswegen finde ich es extrem wichtig da mit den Leuten auch in Dialog zu gehen.
00:35:54: Ich merke das halt immer total krass.
00:35:57: Wir sind ja bei social media schon sehr sichtbar und zeigen komplett unseren Alltag wie wir arbeiten was für Mitarbeiter sind?
00:36:02: Wer ist Libo?
00:36:02: Wer is Ben?
00:36:03: Was machen wir eigentlich so den ganzen Tag weil die Leute Also was möchten wir denen damit zeigen am Ende wer wir wirklich sind Den Mitarbeitern und ich kriege das Feedback auch dann von neuen Mitarbeitaren so.
00:36:19: Hey, das ist genauso wie ihr seid aber auch vom Kunden die dann uns dann ja auch dann hier das erste Mal live sehen beim Schmiede sagt Das ist gar kein Unterschied.
00:36:27: nicht glaube dass sie meisten sich einfach schwer tun im Handwerk so den Alltag zu zeigen weil du schon selber gesagt hast Wir tun so, als zu Ende wenigstens zeigen.
00:36:37: Dann muss ich aber vor die Werkstatt aufräumen und sagen, nein bitte nicht!
00:36:40: Genau
00:36:40: weil
00:36:41: dieses perfekte ist halt nicht so geil ehrlich gesagt eher lieber unperfekt.
00:36:45: Ja
00:36:45: überlegt mal also es geht ja gar nicht darum ob das jetzt perfekt ist aus der Werkstatte aufgeräumt oder nicht aufgeräuscht ist.
00:36:50: Aber wenn du jemanden bei dir in die Werkzeit rein holst und er hat bislang nur Videos gesehen wo's Also, der hätte sie vom Boden essen können.
00:36:56: Und dann kommst du rein und es ist ganz normaler Alltag.
00:36:59: Dann kommt direkt ein Störgefühl.
00:37:00: Du fühlst dich in dem Moment betrogen.
00:37:03: Das ist keine gute Ausgangssituation um in dein Gespräch zu kommen für eine Zusammenarbeit.
00:37:08: Die meisten sagen ja auch immer so Ja ich bin ja überhaupt nicht sichtbar Ich hab nur zweiundfünfzig Follower.
00:37:12: Was soll ich denn da posten?
00:37:15: Und ich sag immer, das spielt keine Rolle.
00:37:16: Ob du jetzt dreißigtausend Follower hast oder zweihundert oder fünfzig?
00:37:20: Die Leute, die Bock auf dich haben, folgen dir einfach!
00:37:23: Wie wichtig ist denn deiner Meinung nach, die Followerschaft oder krass sichtbar zu sein ... oder einfach mal loszulegen?
00:37:30: Also was deine Meinung ist?
00:37:32: Es geht gar nicht um Masse dabei sondern es geht darum dass wir Menschen darüber gewinnen, die dich wirklich kennenlernen wollen.
00:37:39: und wenn dich von zweieinhalb Leuten Hundert Leute kennenlernen wollen, da sind das fünfzig Prozent.
00:37:45: Hast du einen Account mit hunderttausend und davon wollen die fünfzig kennenlern?
00:37:48: Wird's schwierig!
00:37:50: Wir brauchen also eine gute Rate von den Menschen, die wirklich mit dir ins Gespräch kommen wollen.
00:37:56: Und wenn du das schaffst diese Community aufzubauen weil du eben authentisch bist, weil du regelmäßig Dinge von dir auch nach außen zeigst dann ist das viel mehr wert.
00:38:05: Ich hab zum Beispiel alle meine Stellen.
00:38:07: ich habe noch nie ne Stelle anzeige veröffentlicht.
00:38:09: geschrieben habe ich sie um auch einfach die stelle für mich klar zu machen.
00:38:13: aber ich habe bislang keine einzige stelle über eine stellenanzahl besetzt sondern es war immer nur ich brauche demnächst jemanden für das und dass.
00:38:22: so.
00:38:22: und dann war's plötzlich das netzwerk da sind mir beiträge auf linken ist mit zweimal schon passiert die sind viral durch die decke gegangen, dass sich irgendeine sagt okay ich kann hier gar nicht mehr nachfassen.
00:38:32: Ich komme nicht mehr hinterher weil der dann geteilt geteilte Etliche Nachrichten.
00:38:38: Ich muss jetzt hier einen Cut machen und ich bearbeite die da sind, alles was danach kommt kann nicht mehr.
00:38:43: Es übersteigt es!
00:38:44: Und ich habe immer darüber Stellen besetzt.
00:38:46: Weil Leute gesagt haben guckt ihr die mal an?
00:38:47: Eigentlich so wie ich damals auch meinen Ausbildungsplatz gekriegt habe weil der andere sagte guckt dir die mal An
00:38:53: Ja voll.
00:38:55: Die letzten zwei Mitarbeiter die ich eingestellt hab Der Tim kam auch über LinkedIn weil auch ich empfohlen worden ist Und den Jeff, den wir jetzt zum ersten Elften einstellen.
00:39:06: Der kam tatsächlich über einen Podcast, den ich vor paar Wochen aufgenommen hat mit dem Tobias Fetter und da hab' ich einfach so wirklich alles rausgehauen und meine ganzen Gefühle.
00:39:17: und dann hat er mich angeschrieben und gesagt, ich habe dein Podcast gehört!
00:39:20: Voll cool die Schmiede voll geil Darüber.
00:39:25: also dieses authentische dahinter ist extrem wichtig.
00:39:27: und ja.
00:39:28: Ich merke das halt auch total krass bei unseren Teilnehmern wenn die so am Anfang bei uns starten.
00:39:33: wir sagen hey, wir brauchen Social Media du musst ein bisschen was zeigen wie schwer sie sich tun.
00:39:38: aber wenn die dann irgendwann die Erkenntnis haben dass ihr auch Feedback bekommen von dem Umfeld dass sie das cool finden dass die Leute wirklich zuschauen dann werden Sie halt selbstbewusster wird es halt immer cooler und immer authentischer dahinter, ne?
00:39:51: Was hast du da für eine Erfahrung gemacht.
00:39:53: Ja also das ist wie mit allem.
00:39:54: Machst es häufiger dann wird es leichter.
00:39:57: aber einmal dieses okay ich mach's jetzt einfach Ich höre ganz häufig dass dann kommt...ich hab Angst vor Kommentaren so weil man natürlich das kennt aus Film- und Fernsehen, Hate-Kommentare und hast ja selber auch schon beschrieben.
00:40:10: und da sage ich immer ja das ist ein ganz kleiner Teil Und weißt Du was?
00:40:13: Du musst dankbar sein für diese Leute Weil die geben dir Reichweite.
00:40:18: Troll hatte ich auch bei mir unter einem Beitrag, der mich derabe beleidigt hat.
00:40:21: Und jedes Mal habe ich ganz freundlich geantwortet und dann bei dem fünften oder sechsten Kommandos sagst, weißt du eigentlich das du mir jedes mal Aufmerksamkeit schenkst?
00:40:29: Und dem Algorithmus sagst guck mal hier der Beitrag steht superrelevant zu sein weil da ständig neue Kommentare kommen, weil der Algorithmos liest nicht den Inhalt er sich nur da passiert etwas und dann hat er irgendwann auch aufgehört.
00:40:42: Na, ich hab ihm immer einfach nur Fragen gestellt.
00:40:44: Wir haben
00:40:45: auch Beiträge mit, keine Ahnung, sieben oder acht Hundert Kommentaren.
00:40:48: Davon kannst du wirklich mehr als die Hälfte, wo du denkst Junge ... Aber wir kommentieren auch, ne?
00:40:53: Beste Kommentar war immer wie willst Du denn Leute beraten?
00:40:56: Du siehst ja eher aus wie ein Kanacke der hinter dem Döner-Spiel steht und du siehst nicht aus wie einen Berater.
00:41:04: Und dann habe ich einfach geantwortet Ja, dann erzähl mir doch mal Wie magst Du denn dein Döener Salat, mit allem zu Brunzappen.
00:41:11: Das ist
00:41:11: ein bisschen mit Humor.
00:41:12: Würdest du auch im Alltag mit Humoren gehen?
00:41:14: Da darf man nicht vergessen, Social Media ist ja auch super identitätsfrei.
00:41:20: Wer kommentiert da?
00:41:21: Da kommentieren keiner mit Klarnamen, sondern dann sind es die ... keine Ahnung wie sie heilen.
00:41:26: Du kannst keinen Namen und haben kein echtes Bild drin.
00:41:28: Die haben einen geschlossenen Profil so dekommentieren.
00:41:32: Und das sind arme Würste!
00:41:34: Lass uns kurz mal über Frauen im Handwerk sprechen.
00:41:38: Ich finde persönlich und da bin ich auf deine Meinung gespannt.
00:41:41: Ich habe früher so, als ich mit der Selbstständigkeit gestartet bin und auch noch vor fünf sechs Jahren Frauen im Handwerk kaum wahrgenommen ehrlich gesagt Und es hat sich mittlerweile total krass gewandelt.
00:41:53: Ich hab das Gefühl dass immer mehr Frauen ins Handwerk gehen und auch top Arbeit machen gute Mädels gibt, die natürlich einen geilen Social Media Auftritt haben aber auch im Betrieb sind selbstständig sind sich weiterentwickeln und mittlerweile sogar meiner Meinung nach bessere Dinge.
00:42:15: oder ja vom Gedanken her.
00:42:18: die Unternehmen besser führen oder Dinge anders machen, moderner machen als die Männer, die schon seit zehn, fünfzehn Jahren selbstständig sind und eher altbacken unterwegs sind.
00:42:29: Wie nimmst du das wahr?
00:42:30: Also ich finde dass die Akzeptanz viel größer.
00:42:33: mittlerweile ist Frauen im Handwerk was ich extrem geil finde.
00:42:37: ehrlich gesagt wie nimmste du das war als auch im handwerken
00:42:41: drei fragen drin ja sind mehr frauen da?
00:42:43: es ist eine höhere akzeptanz sind sie bessere führungskräfte?
00:42:46: Ich hab genau zugehört.
00:42:49: Sind mehr Frauen da, können wir statistisch belegen?
00:42:51: Ja und es sind trotzdem noch unter zwanzig Prozent.
00:42:54: So, es gibt einzelne Berufe wie bei den Friseuren zum Beispiel.
00:42:58: Da sind das mehr.
00:42:59: die Tischlerinnen werden auch mehr werden mehr aber beim Friseur waren grundsätzlich war uns ja mehr Frauen.
00:43:06: Insgesamt sind wir nicht mehr als zwanzig Prozent.
00:43:09: So, jetzt haben wir da die Bubble auch wieder.
00:43:11: natürlich gibt es da ganz tolle Frauen wie Yulorombe, Visandra Hunker, Vigilique, die ganz viel dafür tun dass das ein normales Bild wird.
00:43:19: Da sind wir dann bei Akzeptanz.
00:43:22: Die Akzeptance ist immer noch nicht da!
00:43:24: Da sind sie wieder in unserer Bubble.
00:43:26: Da gibt es vielleicht diese zehn Prozent von den hundert Prozent Handwerksbetrieben.
00:43:30: Zehn Prozent die verstanden haben, dass für einen Fachkräftemangel vielleicht mit fünfzig Prozent einem anderen Geschlecht auffüllen könnten, wenn wir dann bereit dafür sind.
00:43:41: Dafür muss ich aber in der Führung
00:43:43: so
00:43:43: klar sein, dass meine Leute das mitmachen.
00:43:46: So und wer das ... Wenn ich mich als Chef dafür entschieden habe, ich möchte gerne Frauen bei mir beschäftigen Ich möchte Frauen ausbilden Jetzt ganz klassischem Handwerksberuf.
00:43:53: Dann muss geregelt sein wie wir diese Frauen behandeln Dass wir eben nicht mit denen umgehen Wie mit dem Kevin, ne?
00:44:02: Sondern dass wir mit denen ordentlich umgehen, das was man in der Gesellschaft auch machen würde.
00:44:08: Wir sind ja auf dem Bau.
00:44:09: häufig sind wir dann frei von irgendwelchen Regeln und meinen wir könnten miteinander sprechen wie der letzte Depp und dann holen wir einfach nur die gesellschaftliche Norm wieder zurück in den Betrieb.
00:44:22: aber das muss man durchziehen.
00:44:24: Und dann sind wir bei Führen?
00:44:26: Ja Frauen führen besser!
00:44:28: Weil sie eben Menschen unterschiedlich sehen.
00:44:30: Das ist uns in die Wiege gelegt worden.
00:44:32: und Führen kann man aber auch lernen, und es gibt sicherlich auch Frauen, die nicht gut führen können Und das ist völlig okay.
00:44:39: genauso gibt es Männer, die richtig gut fühlen können ohne dass sie je was dafür gelernt haben.
00:44:43: Grundsätzlich können Frauen aber besser führen.
00:44:45: Ja
00:44:47: Ich bin auf jeden Fall für mehr Frauenpower im Handwerk.
00:44:49: Dafür müssen aber Handwerksbetriebe wie du schon sagst.
00:44:55: Ich habe ja bei mir aktuell selber eine private Baustelle und habe bei den Gerüstbauern schon mitgemacht.
00:45:00: Ich hab mit denen aufgebaut, ich habe gestern tatsächlich bei den Stuckertüren mitgemachten.
00:45:04: Hab das erste Mal verputzt, mir tue meine Handgelenke wie ich sage hier.
00:45:07: Bewegung auch ist ja auftragen!
00:45:09: Ich kenne ja nur abtragen, ne?
00:45:10: So, ich hab aber gesagt vor, ich weiß gar nicht ob ich das kann weil es komplett die andere Richtung ist als sonst arbeite.
00:45:15: Naja... Und bei den gerüst Bauern, die hab' ich gefragt warum sind keine Frauen bei
00:45:18: euch?!
00:45:19: Ja, es ist schwere Arbeit, so geht's nur ums Schleppen.
00:45:22: Nee man muss auch schnell denken können Oh, was
00:45:26: ist
00:45:27: das?
00:45:27: So Frauen müssen auch mit Stress umgehen.
00:45:29: Dann sag ich okay!
00:45:29: Also vielleicht können Frauen das sogar besser... Ja aber dann müssten die das auch wenn dann mal ein aggressiver Ton ist.
00:45:36: Ich sage stopp!
00:45:37: Müssen wir da nicht darüber reden eigentlich
00:45:39: wie bei
00:45:40: euch gesprochen wird?
00:45:41: hat es wirklich etwas mit den Frauen zu tun oder ist es eigentlich ein Thema bei euch in Betrieb?
00:45:45: Ja und schwer ist das auch nicht mehr weil mittlerweile als Gerüst aus Alu ist.
00:45:49: ne
00:45:50: Die Dinge
00:45:51: wiegen wieder und keine, äh, twenty-fünf Kilo mehr sondern vielleicht acht.
00:45:54: Ja also dieses Hochheben und so ne?
00:45:56: Wir Frauen haben halt einfach fünfzig Prozent weniger Muskulatur im Oberkörper.
00:45:59: dafür ziehen wir euch Männer mit den Beinchen ab.
00:46:01: ja aber trotzdem ist auch ich hatte keine Probleme das Gerüst mit aufzubauen.
00:46:06: Ich frage mich halt immer, wie krieg ich mehr Frauen bei mir in die Seminare rein?
00:46:10: Das war
00:46:10: ja übrigens mal ein großer Kritikpunkt.
00:46:12: Weißt du noch... Deswegen bin
00:46:13: ich auch nicht zugekommen!
00:46:16: Und ich habe das schon zwei-drei Mal gehabt wo wir dann hier Seminaren haben und dann wir Fotos posten und dann sind da wirklich neunzehnt Prozent Männer oder von neunzig Prozent.
00:46:27: Und dann hast Du auch damals gesagt wieso sitzt denn da keine Frau?
00:46:30: Oder warum sitzen denn da nur zwei Frauen?
00:46:32: Ja ich hätte auch gerne mehr Frauen da aber Wir versuchen sie auch anzusprechen, aber ich möchte nicht explizit die Frau entsprechen.
00:46:39: Ich spreche explizIT den Handwerker an und die Frage ist doch das stelle ich mir immer noch wieso fühlt sich halt nur der Mann angesprochen und nicht die Frau?
00:46:47: Weißt du was lustig ist wenn man Stellenanzeigen beschreiben?
00:46:49: Sie ja grundsätzlich im generischen Maskulinum.
00:46:52: also wir sagen der LKW-Fahrer männlich weiblich die Werbs!
00:46:55: Wenn man eine Stellenanzerge raushaut, die weiblig isst und dahinter schreibt männlich weiblich divers weiß du was dann passiert?
00:47:02: es bewerben sich Frauen und Männer.
00:47:05: Crazy!
00:47:06: Also vielleicht einfach mal wer so meine Idee du machst ein Seminar für Frauen und Männer?
00:47:14: Schreibt das auf Jason, ist super Tipp.
00:47:16: oder haben wir noch nie drüber nachgedacht?
00:47:21: ja weil ich freche immer Handwerker an Ich meine nicht nur Männer damit, sondern auch die Frauen.
00:47:28: Aber
00:47:29: ja, weil das Wording zu ändern in die Richtung ist eine gute Idee?
00:47:33: Es ist so ... ich kenne Betriebe, die machen es nur noch so.
00:47:36: Weil sie damit ihre Quote ganz bewusst erhöhen wollen und dann passiert nämlich ... Wieso
00:47:40: bin ich eigentlich selber drauf gekommen?
00:47:42: Dafür musste ich jetzt erst ... Das passiert psychologisch, passiert ja dann so... Also wenn da ne Frau kann!
00:47:48: Dann kann ich das auch!
00:47:51: Aber die Frau hat sich vorher auch schon beworben.
00:47:54: Top, geiler Tipp.
00:47:55: Mega!
00:47:55: Sehr gerne.
00:47:56: Ich salze der Taschung wieder und tippe mich.
00:47:58: Mega Hast
00:47:59: du dein weibliches Speakerin bei dir?
00:48:02: Natürlich Ja.
00:48:03: ich kenne sonst eine die kann über Arbeitgebermarke sprechen über Führungs-Safse.
00:48:07: Bescheid Haben
00:48:08: wir aber doch haben wir schon öfter gehabt.
00:48:10: Aber ich komme da sehr gerne auf dich zu.
00:48:12: Gut Sehr cool.
00:48:14: Zukunft des Handwerks.
00:48:17: Wo geht's noch hin?
00:48:18: Also es wird ja auch über Social Media alles aufgebläht, KI und keine Ahnung was.
00:48:23: Und Digitalisierung... Was braucht ein Betrieb heutzutage tatsächlich?
00:48:30: Ich hab selber so viele Tools gehabt die ich irgendwie miteinander verknüpft habe damit alles gut funktioniert.
00:48:37: in der Digitalisierung merke ganz oft dass viele Betriebe die zu uns kommen zwar digitalisiert sind Aber das gar nicht richtig nutzen, sondern eins da durch Merkhaus entsteht.
00:48:47: Und ich bin der Meinung, hey klar, Digitalisierung perfekt!
00:48:51: Bevor wir aber digitalisieren brauchen wir erstmal eine Strukturprozesse.
00:48:54: Die müssen wir definieren und schicken die Mitarbeiter von mir erst mal ein halbes Jahr mit einer Handakte raus damit die Prozesse auch greifen und du dir auch wieder verbessern kannst usw.. Wie siehst du das jetzt?
00:49:04: Weil viele bauen sich ja gerade selber Dinge mit Claude und ich habe mir dies gebaut, und das gebaut.
00:49:09: Und haben am Ende dann zwanzig Stools und verirren sich in diesem ganzen Wirrwarr.
00:49:15: Was für eine Erfahrung hast du da?
00:49:16: Ja es ist genau die gleiche.
00:49:18: also wir sind sehr guter drin in einem Betrieb mit fünf Leuten, zwanzich unterschiedliche Prozesse zu haben.
00:49:24: für eine Sache Das sind wir extrem gut drin, jeder hat so sein eigenes Ding.
00:49:28: Und hier wirklich die Klarheit zu gewinnen was ist eigentlich unser Prozess?
00:49:32: Ist der Schritt vor der Digitalisierung!
00:49:35: Du hast aber eben gesagt die Zukunft des Handwerks und da sehe ich gar nicht das große Problem.
00:49:39: Ich sehe bei der Zukunft des handwerks für die nächsten Jahre tatsächlich erstmal ziemlich dunkel weil wir unfassbar viele alte Betriebe haben die keine Nachfolgen finden und dass wird auf dem Arbeitsmarkt richtig krachen.
00:49:55: Und jetzt sind wir ja schon bei der Russen Handwerke an und kannst mindestens sechs Monate warten, bis er denn ankommt.
00:50:00: Das wird Dimensionen erreichen... das können wir uns noch gar nicht vorstellen!
00:50:05: Das wird schlimmer werden als ein Facharzttermin zu bekommen.
00:50:08: Da sehe ich eigentlich das größere Problem.
00:50:10: da ist uns nachher kackegal ob der Prozess nur digital oder auf dem Papier stattfindet wenn wir keinen Betrieb haben umsetzen kann.
00:50:19: Ist das ein anderes Problem?
00:50:20: Es sind erschreckende Zahlen.
00:50:21: Ich weiß nicht auf dem Kopf, aber vor zwei Wochen habe ich gelesen, wie viele Betriebe gibt die kein Nachfolge haben oder sich Mitarbeiter haben.
00:50:30: Aber weißt du warum?
00:50:30: Ich sage auch immer nachfolge ist ja auch tatsächlich an Zustand.
00:50:34: Bist du überhaupt nachfolgefähig und bereit?
00:50:37: Denn alles im Kopf des Unternehmers kannst du nicht übergeben!
00:50:43: Und dann sind wir natürlich, die Leute wollen übergeben und sagen ich möchte nächstes Jahr gerne zumachen.
00:50:48: Ja gut aber das aus deinem Kopf kriegst du nicht innerhalb eines Jahres zu Papier, zu Prozessen so dass es jemand übernehmen kann der versteht was du dir damit aufgebaut hast.
00:50:58: weil wir wollen ja das Unternehmen nicht zumachen und neu öffnen sondern wir wollen unser Baby wollen wir eigentlich weiter geben und jemand soll es weiter tragen und das schaffen wir nicht in der Kürze der Zeit.
00:51:08: deswegen Gehen so viele Betriebe auch tatsächlich dann in die Binse, weil sie alles in ihrem Kopf haben und nie etwas zu Prozessen gemacht haben?
00:51:18: Ja.
00:51:19: Es gibt ja auch viele Neugründer sag ich mal Und man kann sich auch überlegen anstatt neu zu gründen nochmal bestimmte Betriften zu übernehmen.
00:51:26: Aber auch da haben wir zum Beispiel einen Partnerbetrieb bei der Schmiede.
00:51:29: Ein geiler Betrieb, geile Umsätze, zwanzig Mitarbeiter, SRK-Betrieb Seit dreißig, fünfdreißig Jahren auf dem Markt super Kunden.
00:51:40: Und der Chef ist jetzt schon Mitte sechzig und sagt, ich will jetzt irgendwann aufhören.
00:51:45: Der hat auch supergeile Mitarbeiter, auch Meister angestellt.
00:51:50: Es gibt keinen einzigen Mitarbeiter, der sagt Jo würde ich hier übernehmen!
00:51:55: Weil die einfach merken, und da spielt Geld auch gar keine Rolle.
00:52:00: Weil sie einfach merkt wie sehr der Geschäftsführer gerade drin gefangen ist.
00:52:04: Da versuchen wir grade... Wir merken wie extrem schwierig das mit denen ist diese Prozesse, die seit dreißig Jahren eingefahren sind in seinen Kopf irgendwie niederzuschreiben und so aufzubereiten dass auch jemand sich reinsetzen könnte und das Ding weiterführen könnte.
00:52:21: Auch gerade das ist sehr schön vergleichbar.
00:52:23: Ich habe einen Betrieb in der Beratung, da ist es auch so.
00:52:26: er will auch erfündes kurz vor siebzig schon sogar ne?
00:52:29: So die sind.
00:52:29: seit sechs Jahren sind die dran das Ding zu übergeben.
00:52:32: wo Sie jetzt merken okay wir kommen irgendwie nicht voran müssen doch mal Begleitung dazu holen und ich hab die mit ihr also schon jetzt ein bisschen her.
00:52:40: habt die mit der Frage nach Hause geschickt schafft eure Beziehungen das überhaupt diese Übergabe?
00:52:44: Schafft ihr das, dass du dem Alten hinterher rennst und die ganze Zeit... Warum machst du das so?
00:52:49: Wieso ist es so?
00:52:50: Schafft der Alte das auf alle Fragen zu antworten ohne sich angepinkelt zu fühlen.
00:52:56: Schafft er das alles aus seinem Kopf an ihn, an Antwort weiterzugeben und wie schnell ist der genervt?
00:53:01: Und vor allen Dingen schafft er auch loszulassen!
00:53:03: Ja, das sind wir noch ganz weit hin.
00:53:06: Er muss da ja noch gar nicht loslassen aber dieses Gefrag zu werden Sag, was in deinem Kopf ist.
00:53:13: Daran scheitern ganz viele!
00:53:17: Tja da machen wir noch mal richtig Arbeit ne?
00:53:20: Ja
00:53:22: Übergabe, Übernahme, großes großes Thema.
00:53:24: Da kann man glaube ich drei Stunden drüber sprechen.
00:53:27: Was sagst du denn, was passiert mit den Betrieben die zum Beispiel nicht mit KI und Digitalisierung in Zukunft arbeiten werden?
00:53:33: ja also es ist schade um das Potenzial.
00:53:37: Also alleine, wenn wir jetzt mal gucken auf den demografischen Wandel ist kommen gar nicht so viele Menschen nach die wir gerne in unserem Unternehmen beschäftigt haben wollen.
00:53:45: Kommen gar nicht!
00:53:46: Das heißt wir müssen versuchen effizienter zu arbeiten das heißt auch Stellen neu zu beschreiben.
00:53:51: Zu sagen okay das war früher deine Aufgabe jetzt setzen wir mit KI, KI setzen wir bei dir an den Schreibtisch und deswegen wird die und die Sache wird bei dir effizienter gemacht.
00:54:02: ich sehe KI im Handwerk gar nicht.
00:54:05: Also es wird trotzdem, die Kloschüsse wird trotzdem noch ein Mensch an die Wand schrauben.
00:54:10: Und der Dachdecke wird trotzdem oben noch stehen und sagen wir müssen hier mal aber jetzt hier die Latte austauschen oder was auch immer.
00:54:16: Aber im Büro können wir unfassbar effizient werden.
00:54:20: Ja ja
00:54:20: voll
00:54:23: Ich
00:54:24: sehe das ja ganz oft.
00:54:24: Das Betriebe, die auch zu uns dann kommen Die haben dann sechs Leute draußen und fünf leute in Büro wo ich mir denke, das kann ja gar nicht richtig funktionieren.
00:54:34: Warum brauchst du fünf Leute für sechs Mitarbeiter draußen?
00:54:38: Und dann merkt man einfach wie viele Sachen die einfach auch doppelt dreifach, fünffachs, zehnfach anpacken...
00:54:44: Da sind wir wieder bei Prozessen!
00:54:45: Wenn ich den Leuten erzähle dass ich sechzehn Mitarbeiter draußen rumspringen habe und zwei Mädels a-dreißig Stunden hier und wir sind nur von neun bis fünfzehn Uhr erreichbar, dann glauben wir mir das gar nicht, wie wir das überhaupt machen.
00:54:59: Und ich habe einfach irgendwann auch gesagt so, hey wir stellen unsere eigenen Regeln fest.
00:55:04: Ich muss nicht!
00:55:06: von acht Uhr morgens bis zu achtzehn Uhr erreichbar sein.
00:55:09: Das
00:55:09: ist ja noch die alte Denke, ne?
00:55:11: Gerade so ... Die alten Meister glauben das ja, dass sie auch immer erreichba sein müssten.
00:55:14: Ich hab gesagt, neun bis fünfzehn uhr.
00:55:16: Wenn die Mädels dann weg sind, geht der Anrufbeantworter dran und wenn der Kunde was will hinterlässt hat uns den E-Mail und wir rufen am nächsten Tag zurück.
00:55:22: Und wenn der halt keine Nachricht hinterläßt, dann ist am Ende nicht unser Kunde!
00:55:26: Ja.
00:55:27: Aber die meisten haben total Angst davor.
00:55:29: Jetzt arbeiten ja auch total viele mit KI-Telefonen Weil wir natürlich überflutet werden, bei Social Media.
00:55:37: Und alles irgendwie aufschnappen habe ich ja ehemals schon erzählt aber nie etwas richtig zu Ende führen.
00:55:42: Ich halt zum Beispiel vom KI-Telefonie nichts.
00:55:45: Ich mag's auch nicht!
00:55:46: Weil am Ende was bringt sie dir?
00:55:48: Also die KI Telefonie geht dran Fast in eine Mail zusammen und dann musst du die Mail beantworten.
00:55:52: Und wieder bearbeiten, da hatten wir jetzt auch wieder ein Partnerbetrieb der sagt ja ich habe diese KI-Telefonie Jetzt komme ich aber gar nicht hinterher überhaupt die E-Mail zu Beantworten.
00:56:01: Also du verlagerst das Problem ja nur um.
00:56:03: Ich finde Menschen sind extrem wichtig im Handwerksbetrieb.
00:56:08: Es war ja immer so von einem halben Jahr oder noch ein Jahr.
00:56:11: Mitarbeiter haben Angst dass sich durch KI ersetzt werden.
00:56:14: Manche werden auch ersetzt.
00:56:15: Ja, wir müssen uns bitte in Verwaltung
00:56:16: gehen.
00:56:17: Du brauchst trotzdem einen Menschen
00:56:19: Da
00:56:19: hinter, der das kontrolliert und macht usw.
00:56:22: Die Entausgabe ist immer über den Menschen... Ich habe letztens bei einem Arzt angerufen, wollte einen Termin für die Kinder machen und dann musste ich vorher da über die KI-Telefonie Fragen beantworten hin und her und dann kam eine Frau ans Telefon und dann hab' ich dir die gleichen Fragen nochmal beantwortet.
00:56:39: Also, wofür habt ihr das Ding denn dann?
00:56:41: Da fühle ich mich auch verarscht.
00:56:42: Da ist aber ... Sie sind schlecht beraten worden scheinbar.
00:56:46: Die haben nicht verstanden wie man das nutzt und das System dahinter ist nicht feingeschaltet.
00:56:51: Auch hier kann ich nur sagen, macht sowas nicht alleine.
00:56:54: Wir sind Handwerker und wir können unser Handwerk gut!
00:56:57: Wir müssen KI nicht gut können.
00:56:59: Dafür gibt es Menschen die das können... ...die uns das einrichten, die uns erklären wie es geht, die an die Hand nehmen bis wir sagen alles klar, wir haben's verstanden.
00:57:06: Nicht allein los.
00:57:07: Ja, nicht
00:57:07: nur in dem Bezug.
00:57:08: also die Erkenntnis.
00:57:10: Die habe ich auch vor vier fünf Jahren gewonnen bei mir selber.
00:57:13: Ich hab aber auch immer für der Meinung, ich muss alles selber machen.
00:57:16: Mittlerweile mache ich kaum noch Dinge selber, außer die Dinge, die ich selbst richtig gut kann.
00:57:21: Ja?
00:57:23: Und für die
00:57:23: Dinge ... Kaffee kochen!
00:57:24: Nee, da kann ich auch nicht trinken.
00:57:26: Du trinkst
00:57:27: keinen Kaffees, was stimmt mit dir
00:57:28: nicht?!
00:57:29: Du bist doch kein Handwerker.
00:57:29: Ab
00:57:30: und zu ein Espresso aber
00:57:32: sonst jetzt nicht.
00:57:34: Deswegen finde ich Menschen, die Dinge ja viel besser können als du und für dich die Dinge dann erledigen und du dein Input gibst ja viel, viel besser.
00:57:41: Total!
00:57:42: Aber die Handwerke haben ja oft Angst.
00:57:43: Die denken immer noch Büro-Mitarbeiter kosten Geld.
00:57:46: Aber was sind ja eigentlich die Leute, die auch wirklich Geld bringen und dir die Zeit verschaffen um am Unternehmen arbeiten zu können?
00:57:52: Jeder Mitarbeiter kostet Geld.
00:57:54: Und wenn du die Sachen nicht selber machen möchtest dann musst du... Ja
00:57:56: aber auf der Baustelle sind sie halt produktiv.
00:57:58: Also denken Sie ja!
00:58:00: In Büro sind sie nicht produktiv
00:58:01: als Erschützer ist.
00:58:02: Dann funktioniert es nicht weil die Kunden flöten gehen oder weil die Aufträge flöden gehen oder nicht gut laufen, weil das alles selber machst und dein Tag auch nur vierundzwanzig Stunden.
00:58:11: Ich finde die Fähigkeit.
00:58:13: und auch die Frage steht, auch hier welche Fähigkeiten braucht der Handwerksunternehmer?
00:58:16: zwanzig sechsundzwanzig am meisten.
00:58:18: Ich finde, die größte Fähigkeit, die wir haben sollten ist unser Handwerk beherrschen.
00:58:22: ja erst mal das Und dann sollte man sich mit Dingen beschäftigen, die ein Betrieb von den Prozessen her einfacher macht klarer macht Den Kunden Und das ist ja auch immer ein großes Thema.
00:58:37: Ich finde, die Fähigkeit ist extrem wichtig den Kunden am Telefon auch schon so vor zu qualifizieren dass wir auch merken Ist es ein guter Kunde für uns?
00:58:45: Es ist kein guter kunde für Uns braucht er überhaupt das eine.
00:58:49: viel mehr braucht der Handwerker eigentlich nicht.
00:58:51: Sprechen wir vom handwerker Mitarbeiter oder Handwerkers Unternehmer
00:58:57: Beides.
00:58:58: ich finde nicht dass man bei beiden das gleiche
00:59:02: Also Handwerke Handwerka Das war das?
00:59:06: Der
00:59:06: Mitarbeiter.
00:59:07: Der muss natürlich die Fähigkeit beherrschen selber zu machen, der Handwerker Unternehmer muss nicht unbedingt Handwerka sein.
00:59:14: meiner Meinung
00:59:15: nach und da finde ich ist es wichtiger denn je dass ein Handwerksunternehmer und Unternehmerinnen lernen zu reflektieren weil von außen einfach unfassbar viel kommt Führung, Bürokratie, KI Prozesse all diese Dinge zu reflektieren.
00:59:37: Was kann ich davon?
00:59:39: Und was kann ich nicht und was gebe ich ab?
00:59:42: Ich finde es zu reflektionen und dann auch wirklich zu wachsen als Unternehmer ist das Ding, was sich nach vorne treibt.
00:59:50: Aber viele wollen ja auch nicht reflektiert.
00:59:52: da muss sie auch in die dunklen Ecken gucken Da musst du dir vielleicht doch eingestehen dass du doch nicht der Hecht Der bist.
00:59:58: ja alles kann loszulassen und abzugeben.
01:00:03: Das
01:00:03: größte Problem, das Sicher-Taktäglich ist gar nicht irgendwie irgendwas Neues zu lernen oder irgendwelche Tools zu implementieren.
01:00:11: Das Größte Problem ist im Kopf.
01:00:13: Total!
01:00:14: Bei den Handwerkern und Handwerkerinnen... Und
01:00:16: ich kenne fast keinen Handwerka der sich einmal die Woche die Zeit nimmt, sich die Arbeitsschuhe auszieht Was?
01:00:24: Und das Unternehmen bewusst einmal von außen betrachtet, sich aus dem Büro oder aus dem Unternehmensgebäude raus.
01:00:30: Sich in Stuhl setzen nehmen und Forstfirmen Gebäude setzt um einmal zu gucken.
01:00:35: was sehe ich hier eigentlich voraus?
01:00:37: Mach ich tatsächlich einmal die Woche jeden Donnerstag nicht hier im Büro sondern auch nicht außerhalb an meinem Haus, wir haben so Hanglage und ich habe oben so ein verwildertes Grundstück.
01:00:50: Und da hat meine Frau mir vor drei vier Jahren so eine coole Bank geschenkt.
01:00:55: und dann gehe ich jeden Donnerstag wenn ich nach Hause komme egal ob Regen, Kalt, Schnee, egal was immer und setze mich da mindestens eine halbe Stunde hin manchmal mit einer Bierflasche, manchmal nur mit einer Zigarette das auch immer, manchmal mit dem Wasser und denk einfach und reflektiere über meine zeit nicht nur über das unternehmen sondern aber auch über mich selbst weil man ja oft sag ich mal vergisst in diesem alltagstrott teilweise wenn man auch wirklich ist oder wo man auch herkommt wenn man so hypes hat und man wird jetzt gefeiert und dann hat man wieder einen tief und ich finde es extrem wichtig um authentisch zu bleiben sich selbst zu reflektieren.
01:01:36: Und wenn ich zum Beispiel drüber nachdenke, also wie ich noch vor sechs, sieben Jahren gedacht habe.
01:01:41: Da hab' ich zu meinem besten Freund gesagt, Dekar, wenn ich irgendwann ne Mio mache im Jahr und mir fünftausend Euro Gehalt zahle, dann mach' ich ja nix mehr!
01:01:50: So... Jetzt hab' Ich das schon alles erreicht und auch viel viel mehr.
01:01:56: Ich mach ja trotzdem noch, wie mehr eigentlich als vorher.
01:01:58: Aber es dir Spaß macht glaube
01:01:59: ich!
01:01:59: Genau also ist halt nicht so dieses...ich hab irgendwie alles erreicht sondern du musst halt eine Leidenschaft dafür entwickeln.
01:02:05: aber ich finde ganz wichtig ist halt auch immer sich da zu reflektieren und zu sagen hey die Ziele von damals sind nicht meine Ziele vom heute und die Zielen verändern sich.
01:02:17: und wann bin ich am Ende glücklich?
01:02:20: Und du selber musst ja auch irgendwann wissen Was macht dich glücklich?
01:02:24: Und ich war ganz oft, obwohl ich meine Ziele eigentlich alle erreicht hatte und immer weiter, immer weiter bin ich total unglücklich geworden.
01:02:31: Und hab dann irgendwann gemerkt hey!
01:02:33: Ich bin da nicht glücklich wenn ich ein Ziel erreicht habe sondern ich bin nur glücklich Wenn ich auf dem Weg des zum Ziel Dinge machen darf und mache und Macher bin.
01:02:44: Dinge umsetzen kann Menschen entwickeln kann mich selber entwickeln können Mitarbeiter entwickeln Kann Dinge Aufbauen Kann Dann bin ich glücklich.
01:02:51: Ich habe gerade eine Phase auch bei der Handwerkschmiede, die nicht so einfach ist.
01:02:55: Denn ich hab vor zwei Wochen einen Mitarbeiter verloren, der sehr lange bei uns war.
01:02:59: Eine Vollzeitstelle im Vertrieb und jetzt mache ich das selber!
01:03:04: Und ich bin ja eigentlich so ein bisschen die Eule.
01:03:06: Ich starte relativ spät am Tag erst so neun, zehn, schlafe bis acht Uhr aus, arbeite aber relativ lang bis sieben, acht Uhr.
01:03:18: Ein bisschen gemütlicher und jetzt muss ich aber Dinge tun.
01:03:23: Und währenddessen war auch Träge geworden, noch ein bisschen lustloser.
01:03:28: Und gerade arbeite ich wirklich auf den Tag um die Uhr um sieben hier bis zu zwanzig Uhr unterwegs.
01:03:34: Ich habe gerade so eine krasse Power Obwohl ich so viel zu tun habe,
01:03:40: die schon lange nicht mehr.
01:03:41: Und dann ist es auch super wichtig dass man sich selber ja auch als Unternehmer dann anerkennt okay Es ist gerade vielleicht nicht so ein hohes Energielevel und woran liegt
01:03:49: das?
01:03:49: Ich hatte in meiner ersten Selbstständigkeit weiß ich noch genau in dem dritten Jahr Auch so einen totalen Tiefpunkt.
01:03:56: ich hab nicht mehr geschlafen ich hab's damit schlafmitteln probiert und all das heißt ganz irgendwie nicht sein Ist irgendwie alles So.
01:04:03: und dann habe ich mich ganz bewusst entschieden damals wie ich im triathlon gestartet Trainiert für Triathlon.
01:04:08: Das war Dienstag, Donnerstags und am Wochenende.
01:04:10: einmal habe ich auf dem Rad gesessen zwischen dem Fahrrad gefahren.
01:04:13: Jeden Abend laufen gewesen all solch Geschichten.
01:04:16: Ich bin nachher sogar ein Ironman mitgemacht in der Staffel, bin ich ins Rad gefahren, hundertundachzig Kilometer.
01:04:21: So was hat mir das gebracht?
01:04:23: Ich musste priorisieren auf der Arbeit weil ich wusste ich muss um siebzehn Uhr aufm Rad sitzen.
01:04:30: Die Gruppe fährt los um siebzehn Uhr.
01:04:31: Ich muss vorher nach Hause, mich umziehen und mein Rad
01:04:33: holen.".
01:04:34: Und ich musste priorisieren.
01:04:35: Dann hab diesen ganzen anderen Scheiß, der mich einfach nur beschäftigt hat, weggelassen!
01:04:42: Einfach weggalassen.
01:04:44: Das kann ich nur jedem empfehlen, hol dir ein gescheites Hobby was dich braucht.
01:04:51: Wenn du dann nämlich priorisierend musst, hörst du auf mit diesem ganzen ... Was du gesagt hast, man wird dann so gemütlich.
01:04:58: Das lässt du weg und dann kommst du richtig ins Arbeiten rein.
01:05:01: Du spürst Energie und dann gibt es auch so Phasen wie du jetzt als sechzehn Stunden am Tag.
01:05:05: Dann ballerst du die raus.
01:05:06: Die werden irgendwann wieder auf vorbei sein weil du das gar nicht auf Dauer kannst.
01:05:09: Aber hör auf, einfach nur beschäftigt zu sein.
01:05:11: Ja und man muss für sich selber erkennen wie kann man sich selber eine Struktur schaffen um verbindlich zu werden mit sich selber?
01:05:18: Weil ich sage mal wenn es uns unternehmen geht und zum arbeiten... Ich bin immer der erste überall am Start.
01:05:23: Wenn's aber um einen selber geht dann lässt man ja muss ich jetzt nicht zum Sport und mache vielleicht morgen Und ich merke halt bei mir z.B.. Ich mach supergerne Sport.
01:05:33: Aber wenn ich mich dann entscheiden muss zwischen Sport oder ich arbeite lieber noch eine Stunde, oder gehe lieber nach Hause und zum Fußball mit meinem Sohn.
01:05:40: Dann entscheide ich mich eher fürs Arbeiten oder für meinen Sohn in die Richtung anstatt zu sagen ja ich geh jetzt selber zum Sport für mich.
01:05:47: Und ich habe einfach gemerkt Ich brauche Verbindlichkeit Wir brauchen Trainer bei dem ich zweimal die Woche einen Termin
01:05:54: habe
01:05:55: wo ich wirklich um neun Uhr da sein muss, der mir dann auch eine Stunde sagt so und so machen wir das.
01:06:00: Und wenn nicht ein verbindlichen Termin habe, dann ziehe es auch durch.
01:06:03: So!
01:06:04: Wenn ich's aber nicht habe, mache ich's halt auch nicht weil mir das nicht so wichtig ist wie die anderen Dinge.
01:06:09: Damit ichs aber mache, weil ich weiß mit tut gut, hole ich mir diese Verbindlichkeit selber rein.
01:06:15: Das kriegst du halt nur mit Selbstreflexion in dem du dich ja selbst reflektierst.
01:06:21: Ich hab zum Beispiel so ein Ritual jeden Morgen, ich guck einfach fünf Minuten in den Spiegel.
01:06:26: Fünf Minuten... Hältst du das aus?
01:06:28: Am Anfang gar nicht.
01:06:30: Mittlerweile schon.
01:06:31: Da habe ich auch seit anderthalb Jahren und hab das natürlich krass geübt.
01:06:35: Und dann kommen mir Gedanken in den Kopf wo du denkst wie kommst du jetzt da drauf.
01:06:39: Diese fünf Minuten im den Spiegel gucken und nichts zu sagen ohne Zähneputz oder gar nix!
01:06:45: Das ist so extrem schwierig und ich sage das bei immer jedem.
01:06:49: Er versucht das mal, weil dadurch kriegst du halt auch so eine... Ich finde, ich kriege da durch voll die innere Stärke, weil ich Gedanken habe dann in Bezug auf Familie im Bezug eher, im Bezug auf Unternehmertum alles Mögliche aber auch der nächste Urlaub wie planen wir das mit den Kindern und so weiter und sofort?
01:07:05: Und ich find' das für mich extrem hilfreich solche Dinge einfach zu machen, weil am Ende geht's immer um einen selber.
01:07:13: Total!
01:07:15: Wie kommst du mit gewissen Dingen einfach klar?
01:07:18: Und Ziel ist es ja nicht irgendwie... und der Handwerk hat sowieso nicht, ich arbeite jetzt siebzig Stunden und will nur zehn in meinem Handwerksbetrieb arbeiten.
01:07:25: Sondern ich arbeide auch gerne fünfzig-sechzig Stunden.
01:07:28: aber wenn ich selber entscheiden kann wie Ich arbeite und darum geht's hier eigentlich ne
01:07:33: Ja und dann sind wir natürlich da auch wieder in nochmal einer kasseren Bubble weil Nicht jeder ist ja selbstständig oder Unternehmer und kann das entscheiden und Mitarbeitende müssen sich da ja auch Gewissen Systemen anpassen, aber da haben wir ja auch die Möglichkeit so ein bisschen zu variieren damit das für alle ein bisschen besser vereinbar bleibt.
01:07:52: Ja das definitiv.
01:07:54: am Ende kannst du als Unternehmer oder als Chef Dinge zur Verfügung stellen in dieser Stelle in der Firma und dann entscheidet der Mitarbeiter ja selber ob er da
01:08:05: Ja oder du lässt sie auch einfach mitbestimmen.
01:08:06: Also wenn ich dann höre zum Beispiel, ja unsere Kolonne und so die sagen halt es ist zu früh und einer da der schafft das nicht.
01:08:14: Okay was ist das Problem?
01:08:15: Ja ÖPNV okay also der kommt nicht rechtzeitig mit Busbahn irgendwas an habe ich auch schon Unternehmen gehabt.
01:08:20: die haben dann einfach mit dem zuständigen Busdienst gesprochen.
01:08:23: die haben tatsächlich den Zeitplan verändert damit Leute besser zum Schichtdienst kommen konnten.
01:08:27: alles möglich genauso gut.
01:08:29: habt ihr in der Kolonne das mal besprochen.
01:08:31: Ist das für euch alle ok dass ihr eine halbe Stunde später anfangen?
01:08:34: Warum nicht?
01:08:35: So, warum gibt es nicht Frühkolonnen und Spätkolonnen auch... Kunden sind zufrieden, wenn sie abends erst vielleicht ihre Heizung gewartet bekommen weil sie sich dafür nicht extra frei nehmen müssen.
01:08:44: Wenn man dann kein Homeoffice macht also warum nicht einfach an die Absprache gehen?
01:08:48: Manche Dinge kannst du nicht ändern.
01:08:49: das ist so!
01:08:50: Du musst trotzdem rausfahren um das Dach zu dicken.
01:08:52: aber warum nicht innerhalb des Teams einfach mal Dinge durchspielen und da kommen wir in Richtung Parität.
01:08:57: hast du es einmal mit allen durchgesprochen?
01:08:59: wird trotzdem nach einer sagen finde ich nicht in Ordnung nimmt es aber trotzdem an weil er auch gesehen hat dass andere Möglichkeiten nicht machbar sind.
01:09:06: ja und deswegen Einmal mit allen durchsprechen und danach hast du aber einen Commitment.
01:09:10: Voll!
01:09:12: Mega, also Katrin, geiler Realtalk, ein super guter Impuls und wir könnten wahrscheinlich noch zwei Stunden reden.
01:09:18: Ich sehe gerade... Normalerweise geht eine Podcastfolge vor fünf Minuten, wir sind schon bei einer Stunde zehn.
01:09:24: Hört auch auf!
01:09:24: Also megagut, danke dass Du da warst.
01:09:28: ich habe noch eins, zwei Fragen.
01:09:29: Was vermisst du an deinem eigenen Handwerksbetrieb?
01:09:32: Vermisst du das überhaupt noch
01:09:33: oder ... Ja, tatsächlich.
01:09:35: Mich juckt natürlich in den Fingern und mich juckt's vor allem dass ich krieg auch immer noch Anfragen ob ich nicht was machen könnte.
01:09:41: aber ich hab einfach keine Werkstatt mehr.
01:09:42: Ich Und das ist ein Beruf wo Du auch Dinge stehen lassen musst Aber es kürze ich nach einer Statue gefragt sag ich ja könnt Dich umsetzen aber so'n Ding musst Du hinstellen da musst Du drum rumlaufen können Das muss stehen bleiben.
01:09:54: Da hast einen schlechten Tag dann gehst Du da nicht dran So solche Sachen diese Möglichkeit einer Werkstatt Dinge stehen zu lassen einfach, weil im Garten kann ich es nicht machen.
01:10:03: Die Nachbarn würden sich bedanken.
01:10:05: Wenn du jetzt den jungen Menschen die auch mal im Podcast hören was raten würdest?
01:10:10: Was würdest du denen ja raten?
01:10:13: Was sind das für junge Menschen?
01:10:14: Kannst du es genauer machen?
01:10:15: Leute, die gerade aus dem Abi raus sind.
01:10:18: Leute, sie aus der Zehntin-Klasse raus sind und gar nicht so richtig wissen was zu machen sollen.
01:10:23: Viele denken ja Jo ich werd Influencer oder mit Foto werde ich Millionär... Sind unter
01:10:27: drei Prozent die das übrigens denken laut
01:10:31: Studien.
01:10:32: Wenn die sich mit einem Handwerk beschäftigen.
01:10:35: Was würdest du denen sagen?
01:10:36: Ich würde ihnen sagen fangen an Praktikars zu machen in ganz vielen Gewerken Einfach überall reinschnuppern für eine Woche mindestens, würde ich sagen.
01:10:47: Und schau dir einfach mal an was das Gewerk so mit sich bringt!
01:10:52: Dann kriegt man ganz schnell nämlich auch ein Gefühl, dafür ist es etwas was auf dem Bau ist oder ist das vielleicht sogar ein Dental-Labor.
01:10:58: Da sind wir ja auch im Handwerk aber trotzdem viel kleiner und feiner.
01:11:02: Und probier's einfach aus!
01:11:03: Da wirst du auch Unterschiede merken wie die Leute miteinander umgehen.
01:11:07: Wie ist die Sprache?
01:11:08: Wie is' die Schnelligkeit?
01:11:09: Welche Entwicklungspotenziale habe ich wo?
01:11:12: Insgesamt würde ich immer sagen such dir einen Beruf aus und das ist total egal ob sie jetzt im Handwerker ist oder irgendwas anderes der dir Spaß macht Den musst du nicht bis zum Ende
01:11:20: machen.
01:11:21: Aber such dir einen Beruf aus, der dir Spaß macht!
01:11:23: Denn nur das alleine bringt dich morgen zur
01:11:25: Arbeit.
01:11:25: Mega gut!
01:11:26: Super guter Schlusssatz!
01:11:28: Wie kann man dich kontaktieren?
01:11:31: Podcast nennen, Social Media einmal nennen...
01:11:34: Ja alles gerne also ganz gerne über meine Homepage einfach katrinpost.de.
01:11:39: Ich bin auf socialmedia mit meinem Klarnamen zu finden bei LinkedIn und bei Instagram.
01:11:43: bei TikTok bin ich nicht so aktiv muss ich sagen.
01:11:46: Die Plattform ist für mich immer noch nicht ganz erschlossen.
01:11:49: Genau, mein Podcast nach fest kommt ab.
01:11:51: Ich habe eine wöchentliche Kolumne in der deutschen Handwerkszeitung und ich hab's noch gar nicht verraten.
01:11:56: Ich hab die Zusage von dem Verlag.
01:11:57: Mein Buch wird umgesetzt.
01:11:58: Mega!
01:11:59: Geil, Glückwunsch.
01:12:00: Danke.
01:12:01: Sehr sehr cool.
01:12:02: Ja Katrin schön, dass du da
01:12:03: warst.
01:12:03: Frauenpower
01:12:04: heute hier in unserem Podcast hat mega Spaß gemacht.
01:12:07: wir hätten wahrscheinlich noch zwei Stunden sprechen können wenn euch das gefallen hat folgt uns super gerne.
01:12:12: abonniert unseren Kanal YouTube gibt es auch noch ihr das Video dann Instagram tiktok und link den Wattnicht haben.
01:12:19: Ach so, Buch!
01:12:22: Das kitzte gar nicht denn meine Gäste schreiben immer auch du gleich eine Frage für meinen nächsten Gast auf.
01:12:30: Welche Frage war denn heute für mich?
01:12:32: Ich kann sie auch nicht.
01:12:33: deswegen gucke ich hier mal rein.
01:12:37: Was würdest Du machen schrägrig tun wenn Du wüsstest dass es zu hundert Prozent funktioniert?
01:12:49: Auf den Arbeitskontext bezogen
01:12:52: Steht hier nicht drin, auch was bezogen.
01:12:54: Wie du willst!
01:12:55: Ich würde es manifestieren indem ich es aufzeichne.
01:13:01: Also für mich ist ganz wichtig die Dinge für mich einmal klar zu ziehen.
01:13:04: Bei mir passiert das tatsächlich über Stift und Papier Und dann hänge ich mir die hin Dann gucke ich mit ihr anderen streiche ich Dinge durch dann schreibe ich andere dinge dazu und die Passieren immer.
01:13:14: diese Sachen passieren immer
01:13:17: besser kann man das gar nicht beantworten.
01:13:20: sehr cool also Leute.
01:13:23: Voll Katrin, mega gut.
01:13:24: Geht auf irgendwelche Handwerks-Events.
01:13:26: Katrin ist fast immer dabei und ist immer am Start ob Speaker oder Moderatorin oder einfach so unterwegs dort.
01:13:33: super aktiv und genauso.
01:13:35: was brauchen wir halt heutzutage im Handwerk?
01:13:37: noch mal danke dass du da warst und folgen und abonnieren nicht vergessen bis zum nächsten Mal.
Neuer Kommentar